"Golden Handshake" kostet Millionen: ÖBB muss pro Mitarbeiter bis 25.000 dazu legen
- Zusatzzahlungen ins Pensionssystem notwendig
- Gewerkschaft sauer: Vorstand "beschimpft" Arbeiter
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Der massive Personalabbau der ÖBB wird erheblich teurer als von der Bahn geplant. Die Bundesbahnen müssen zusätzlich zu den durchschnittlich 26.000 Euro pro Eisenbahner, die die Bahn per "Golden Handshake" freiwillig verlassen haben, noch weitere 20.000 bis 25.000 Euro pro Mitarbeiter dazu legen. Diesen Betrag müssen die ÖBB nachträglich ins Pensionssystem einzahlen.
Dagegen hatte die ÖBB Einspruch erhoben und nun im ersten Durchgang verloren. "Die Verwaltungsbehörde des Amtes der Wiener Landesregierung hat den seitens der ÖBB eingebrachten Einspruch nunmehr als unbegründet abgewiesen", hieß es am Dienstag in einer Aussendung der Versicherungsanstalt für Eisenbahnen und Bergbau. Dabei geht es um einen Betrag von 1,6 Mio. Euro. Die Bahn kann gegen die Entscheidung beim Verwaltungs- und Verfassungsgerichtshof Einspruch erheben.
Gewerkschaft empört: Vorstand "beschimpfte" Mitarbeiter
Für Aufregung bei der Gewerkschaft der Eisenbahner sorgt indessen ein Leserbrief von ÖBB-Personenverkehrsvorstand Stefan Wehinger in der Tageszeitung "Die Presse". In dem Leserbrief findet Wehinger durchaus heftige Worte für seine Untergebenen: "... am allerschlimmsten: eine Mitarbeiterschaft, die verunsichert und überaltert ist und der von allen Seiten attestiert wird, dass sie nur Schlechtes leistet."
Das will die Gewerkschaft nicht auf ihren ÖBBlern sitzen lassen und wünscht von Bahnchef Martin Huber Konsequenzen. GdE- Zentralsekretär Norbert Bacher forderte von Huber, "endlich für Ordnung in dem von ihm geführten Unternehmen zu sorgen". Die Aussagen von Wehinger seien nicht nur eine "Ungeheuerlichkeit", sie würden auch zur Rufschädigung des Unternehmens beitragen.
(apa/red)
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