Zickler & Keita: Duell der Liga-Top-Torjäger
im Rückspiel der CL-Quali Salzburg vs Zürich
- Bulle soll für nötigen Treffer für den Aufstieg sorgen
- Zickler: "Haben das Zeug, zu Hause zu null zu siegen"
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Im Zweitrunden-Rückspiel der Champions-League-Qualifikation zwischen Red Bull Salzburg und dem FC Zürich (20:15 Uhr, live Premiere) kommt es zum Duell der Top-Torjäger der österreichischen T-Mobile-Bundesliga (Alexander Zickler/32) und der Schweizer Super League (Alhassane Keita/23). Auf Seiten der Salzburger soll der Deutsche Zickler, der nach drei Liga-Runden bereits fünf Treffer auf dem Konto hat, für das für den Aufstieg unbedingt notwendige Erfolgserlebnis sorgen.
Bei den Zürchern hat Starstürmer Keita, in drei Liga-Runden so wie ÖFB-Teamstürmer Sanel Kuljic (FC Sion) vier Mal erfolgreich, bereits beim 2:1-Hinspielerfolg vor einer Woche gezeigt, wie gefährlich er auch auf internationaler Ebene sein kann. Der Mann aus Guinea hatte nach 90 Sekunden zum 1:0 getroffen.
Dass es bei Zickler derzeit wie am Schnürchen läuft, begründet der 32-Jährige so: "Anders als in der vergangenen Saison machen wir jetzt unsere Möglichkeiten rein. Wir haben uns als Mannschaft bereits gut gefunden." Zu den Aufstiegschancen meinte der heimische Schützenleader: "Zürich hat im Hinspiel sehr gut gespielt. Aber dank unserer Defensive ist unsere Chance am Leben. Wir haben das Zeug, dass wir zu Hause zu null gewinnen."
Auch Zickler war vom Auftritt der pfeilschnellen und dribbelstarken FCZ-Stürmer Keita und Raffael im Hinspiel beeindruckt. Schmunzelnd hatte der Goalgetter nach der "Power-Show" der beiden Spitzen gemeint: "Wir wurden gewarnt und es hat sich auch bestätigt. Die beiden sind für jede Abwehr gefährlich." Trapattoni und Lothar Matthäus stellten über Keita und Raffael im Rahmen der Matchvorbereitungen eine eigene DVD zusammen.
Der Ex-DFB-Teamspieler hat mit Bayern München 2001 die Champions League gewonnen und weiß daher, worauf es auf dem absoluten Toplevel ankommt. "Wenn es ums Konzert der Großen geht, dann funktioniert es nur über Disziplin und Ordnung. Was uns Giovanni Trapattoni vermittelt, nehmen wir an und setzen es auf dem Feld um. Da sind wir auf einem guten Weg."
Für Keita, der trotz seines prall gefüllten Torkontos auch eine Unzahl von Torchancen auslässt, könnte es in Salzburg einen heißen Empfang geben. Der Schweizer Schützenkönig der Saison 2005/06, dessen Vorbild George Weah heißt, war im ersten Match gegen die Bullen heftig mit Matthäus zusammengekracht. Der Salzburg-Trainer hatte den 23-Jährigen danach als "Provokateur" bezeichnet und darauf verwiesen, dass es ja auch noch ein Rückspiel gebe.
In Zürich ist Keita der "Prinz vom Letzigrund", in Guinea ein Volksheld. Der seit 2001 beim FCZ engagierte Stürmer ist der erste Guineer, der in einem europäischen Land Torschützenkönig wurde. Beim Salzburg-Gegner hat man sich längst daran gewöhnt, dass Keita im Halbjahresrhythmus seinen Abgang in eine Topliga verkündet - und dann doch bleibt. 2005 hatte Keita unliebsame Bekanntschaft mit der Schweizer Polizei gemacht. Da er sich ungerecht behandelt fühlte, verweigerte der Afrikaner das Vorweisen des Führerscheins und wurde daraufhin von den Beamten in Handschellen abgeführt.
(apa/red)
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