Steht Klien 2007 ohne Cockpit da? Auch Berger erteilt dem Vorarlberger eine Absage
- "Fahren auch in nächster Saison mit Liuzzi & Speed"
- Österreicher gehen langsam die Alternativen aus
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Die Optionen für den Österreicher Christian Klien, auch in der kommenden Saison Formel 1 zu fahren, scheinen zu schwinden. Auch Gerhard Berger in seiner Funktion als Miteigentümer des Red-Bull-Zweitteams Scuderia Toro Rosso erteilte dem Vorarlberger eine klare Absage. "Wir fahren auch in der kommenden Saison mit Tonio Liuzzi und Scott Speed", erklärte der Tiroler. "Wir sind voll."
"Klien hätte sich schon in der ersten Saisonhälfte beweisen müssen", meinte Berger. "Coulthard war bis jetzt allerdings der ganz klar bessere Mann."
Klien schiebt Problem vor sich her
"Wir haben viel investiert, hinterfragen aber nicht, ob es sich auch gelohnt hat", erklärte der Red-Bull-Boss. "Das ist hart, aber das ist der Sport." Teamchef Christian Horner schlug ähnliche Töne an: "Zwei WM-Punkte sind halt nicht sehr viel." Klien selbst schob das Problem, in der kommenden Saison ohne Cockpit dazustehen in Budapest noch vor sich hin. "Natürlich wäre es ein Knick in meiner Karriere, aber so weit denke ich jetzt noch nicht."
Das sollte er laut Einschätzung vieler Experten aber. Denn in fast allen Rennställen mit Ausnahme der Topteams Renault, Ferrari und McLaren sind die Fahrer-Entscheidungen für 2007 bereits getroffen. Das fehlende Rad im Fahrer-Karussell ist lediglich Rekordweltmeister Michael Schumacher, der über eine Fortsetzung seiner Ferrari-Karriere erst im September in Monza informieren will.
Auch Toro Rosso prüft Alternativen zum Cosworth-Motor, will sich laut Berger aber erst in vier bis sechs Wochen auf ein Triebwerk für 2007 festlegen. "Bei uns gibt es auch neben dem Motor viel Verbesserungspotenzial", erklärte der zehnfache Grand-Prix-Sieger. "Equipment, Budget, Ausstattung und Leute." Die Fahrer tauscht er nicht. "Wir werden unsere Richtung nicht ändern. Die Performance ist den Umständen entsprechend gut. Die beiden machen einen sehr guten Job", begründete Berger. "Klien war für uns nie ein Thema." (apa/red)
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