Samstag, 5. August 2006

Junge Schwimm-Hoffnung: Nina Dittrich in Budapest im Semifinale über 200 m Delfin

  • 13.-schnellste Zeit für 15-jähriges Wiener Talent
  • Fabienne Nadarajah verlor Kraul-Sprint vs. Seppälä

Die erst 15-jährige Nina Dittrich ist in Budapest bei ihrer ersten Langbahn-Schwimm-EM über 200 m Delfin wie schon über 200 m Lagen in das Semifinale eingezogen und hat damit die in sie gesetzten Erwartungen erfüllt. In 2:13;26 Minuten markierte die Wienerin die 13.-beste Zeit der 16 Aufsteigerinnen, um 17:48 Uhr geht es um den Final-Einzug. Fabienne Nadarajah ist im Kraul-Sprint nach einem verlorenen Stechen ausgeschieden.

Dittrich blieb nur 42/100 Sekunden über ihrem bei ihrem Bronze-Lauf vor einem Monat bei der Jugend-EM auf Mallorca aufgestellten österreichischen Junioren-Rekord. "Ich habe mich ungefähr so gefühlt wie auf Mallorca, nur bin ich da im Vorlauf 2:15 geschwommen", sagte die Sportgymnasiastin. Eine persönliche Bestzeit schien also für das Semifinale möglich. "Da muss ich die ersten 100 m aber länger schwimmen, das war ein bisschen zu schnell."

Ganz allgemein fühlt sich die Jugend-Vize-Europameisterin über 200 m Lagen derzeit über die Delfin-Lage wohl. "Das Gefühl ist auf jeden Fall gut, es geht leichter als die Lagen. Beim Einschwimmen bin ich über 50 m Delfin Zeiten geschwommen wie noch nie." Auch bei den Staatsmeisterschaften in der nächsten Woche in Wolfsberg wird Dittrich auf ihren beiden Parade-Strecken antreten, am 16. August geht es dann zur Junioren-WM nach Rio de Janeiro.

Nadarajah: Niederlage im swim-off
Nadarajah sorgte für das bereits dritte Stechen im österreichischen Team bei diesen Titelkämpfen. Nach Siegen von Maxim Podoprigora über 200 m Brust und Jördis Steinegger über 200 m Kraul setzte es diesmal im swim-off aber eine OSV-Niederlage. Mit 25,96 Sekunden war die Wienerin um 14/100 langsamer als ihre finnische Konkurrentin Hanna-Maria Seppälä und um 2/100 langsamer als im Vorlauf, mit ihren Zeiten war sie aber zufrieden.

"Sicher ärgert es mich, dass ich so knapp am Semifinale vorbei geschwommen bin. Ich habe beide Male den Anschlag verhaut. Im Stechen war auch der erste Zug nach dem Auftauchen nicht so gut", erklärte die Kurzbahn-Vize-Weltmeisterin im Delfin-Sprint. "Aber zweimal unter 26 Sekunden und das in der Früh, das ist okay. Auch hinsichtlich Olympia finde ich das nicht so schlecht. Ich habe ja im Training nicht so viel Kraul gemacht."

Das EM-Resümee von Nadarajah fiel dann allerdings nicht ganz so positiv aus, wie es hätte sein können. "Platz 5 und die Zeit über 50 m Delfin war nicht grottenschlecht, aber auch nicht so gut. Über 50 m Rücken ärgert es mich, dass ich am Start weggerutscht bin. Das muss nicht sein, da hätte sich das Finale ausgehen können. Das wäre schon etwas gewesen. Nur mit den 50 m Kraul bin ich eigentlich wie gesagt zufrieden." (apa)

5.8.2006 12:23