Dominik Koll Achter im 200 m-Kraul-Finale: Lichtgestalt Van den Hoogenband holt Gold
- Für Nina Dittrich 200 m-Lagen-Semifinale Endstation
- Podoprigora über 200 m-Kraul im Semifinale out
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Der Oberösterreicher Dominik Koll ist am Mittwoch in seinem ersten EM-Finale Achter und Letzter geworden, der 21-Jährige hat sich aber alles andere als blamiert. Der Linzer ging bei den Langbahn-Titelkämpfen in Budapest über 200 m Kraul mit Weltstars wie Pieter van den Hoogenband, Massimiliano Rosolino und Filippo Magnini mutig mit, musste nur im Finish dem hohen Tempo Tribut zollen. Der Titel ging zum 3. Mal en suite an Van den Hoogenband.
Bei der 150-m-Marke lag Koll auf Platz sechs, erst die letzten 25 Meter brachten den Rückfall. "Die waren sehr böse. Aber lieber der Versuch, mitzugehen und dann Achter werden als brav schwimmen", erklärte der Kraul-Spezialist in einer ersten Reaktion. "Ich habe es probiert, habe es riskiert, habe mir gedacht, vielleicht geht es auf." Die Final-Startliste war schon ziemlich fein. Ich bin froh, dass ich da dazu gehöre."
In 1:49,22 Minuten blieb Koll 53/100 über seinem am Vortag im Vorlauf fixierten OSV-Rekord und ebenso wie im am Vormittag nachgeholten Semifinale (1:49,45) unter dem WM-Limit. Trainer Helge Gödecke: "Wir haben geschafft, was wir wollten. Nur ist im Finale unser Mut nicht belohnt worden. Nachträglich gesehen wäre die Vorlauf-Taktik besser gewesen. Dominik ist schon um Platz fünf einzuordnen. Aber wir arbeiten daran, dass der Mut einmal belohnt wird."
Podo und Dittrich verpassen Finali
Weniger zu lachen hatten Maxim Podoprigora und Nina Dittrich. Sie wurden in ihren Semifinal-Läufen jeweils Letzte und belegten in der Endabrechnung die Plätze 15 bzw. 16. Podoprigora hatte seinen dritten Lauf über 200 m Brust innerhalb von sieben Stunden zu bestreiten, da er nach dem Vorlauf schließlich erfolgreich um den letzten Semifinal-Platz stechen musste. Das ließ der 28-Jährige aber nicht als Entschuldigung gelten.
"Kondition und Kraft ist da, nur die Technik passt nicht", meinte der Wiener, um seine harte Selbstkritik anzufügen: "Meine Diagnose: Ich bin zum Hosenscheißer geworden. Früher war ich Kämpfer, jetzt bin ich Hosenscheißer." Bei den Staatsmeisterschaften in der nächsten Woche in Wolfsberg will der Wiener nun auf das WM-Limit los gehen, das er im EM-Vorlauf um rund eine halbe Sekunde verpasst hat.
Dittrich wollte über 200 m Lagen um rund zwei Sekunden schneller als im Vorlauf schwimmen, blieb aber schließlich in 2:18,74 um 39/100 drüber. "Ich hätte mir schon erwartet, dass ich heute Bestzeit schwimme. (Anm.: 2:17,14). "Ich weiß nicht, woran es gelegen sein könnte. Am Ende waren meine Beine schon ziemlich schwer." Immerhin war es das erste Langbahn-EM-Finale der 15-Jährigen, die Zukunft gehört sicher ihr.
(apa/red)
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