Ibrahimovic vor Wechsel von Juve zu Milan:
Ausverkauf bei 'Alter Dame' soll weitergehen
- Auch Verbleib von Buffon wackelt plötzlich wieder
·Juve-Sammelklage gegen Zwangsabstieg
Serie A-Start auf 10. September verschoben
·Alfio Basile ist neuer Argentinien-Teamchef
Einigung zwischen Verein und Verband erzielt
Juventus Turin hat vor dem Schiedsgericht des Nationalen Olympischen Komitee Italiens (CONI) Einspruch gegen den Zwangsabstieg in die Zweite Liga eingelegt. Der italienische Fußball-Rekordmeister war wegen seiner Verwicklung in den Manipulations-Skandal in zweiter Instanz vom Sportgericht des Fußballverbands (FIGC) zum Zwangsabstieg und zu 17 Strafpunkten in der nächsten Serie-B-Saison verurteilt worden. Außerdem waren "Juve" die jüngsten beiden Meistertitel aberkannt worden.
Juventus werden vor dem CONI-Gericht nur geringe Chancen auf Strafminderung eingeräumt. Vereins-Präsident Giovanni Cobolli Gigli hatte angekündigt, auf weitere Berufungsklagen zu verzichten, wenn "Juve" in der Serie B zumindest ohne Strafpunkte starten könne. Sollte das CONI-Gericht das Urteil jedoch bestätigen, will der Klub vor das römische Verwaltungsgericht ziehen und damit die Zivilgerichte anrufen.
Die Turiner haben als erster der im Fußball-Skandal verurteilten Vereine erneut Berufung eingelegt. Die zu Punktabzügen verurteilten AC Fiorentina und Lazio Rom haben das CONI-Gericht noch nicht angerufen. Der AC Milan hatte seinen Punktabzug in der Serie A akzeptiert.
Zuvor hatten bereits die als Drahtzieher der Liga-Manipulationen verurteilten ehemaligen Juve-Manager Luciano Moggi und Antonio Giraudo sowie Milans Vize-Präsident Adriano Galliani Einspruch beim CONI eingelegt.
Unterdessen geht der Ausverkauf bei "Juve" weiter: Patrick Viera verließ den Klub Richtung Inter Mailand, wo er nach einem Bericht der "La Gazzetta dello Sport" einen Vierjahresvertrag unterschreiben wird. Stürmerstar Zlatan Ibrahimovic habe sich dagegen mit Milan geeinigt, allerdings gibt es noch Diskussionen um die Ablösesumme für den schwedischen Teamstürmer. Die im Fußball-Skandal zum Zwangsabstieg in die Serie B verurteilten Turiner fordern 40 Millionen Euro für Ibrahimovic.
Auch Weltmeister-Torwart Gianluigi Buffon soll es zu Milan ziehen. "Ich habe sein Wort", bekräftigte "Juve"-Präsident Francesco Cobolli Gigli noch am Montagabend, dass der 28-Jährige den Turinern auch in der Serie B treu bleibt. Gleichzeitig wurde am Dienstag jedoch bekannt, dass "Juve" mit Livorno über einen Wechsel von Marco Amelia nach Turin verhandle. Livorno fordert für den 24-jährigen Ersatztorwart des italienischen Teams zehn Millionen Euro. Ein Verkauf von Buffon würde "Juve" schätzungsweise 30 Millionen Euro einbringen.
(apa)
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