Psychologische Kriegsführung: Israel
hackt sich in Hisbollah-Fernsehsender ein
- Foto eines toten Kämpfers minutenlang ausgestrahlt
- SMS und Radio-Nachrichten an Bevölkerung gesendet
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In einer Art psychologischer Kriegführung hat sich Israel ins Programm des Hisbollah-Fernsehsenders Al Manar eingehackt und eigene Botschaften eingeschleust. Einige Minuten lang war daraufhin statt der Nachrichten das Foto eines toten Kämpfers mit Gewehr und Patronengürtel zu sehen. In der Unterzeile hieß es auf Arabisch: "Das ist das Bild der Leiche einer Spezialeinheit der Hisbollah." Danach erschien: "Nasrallah lügt: Nicht wir verschweigen unsere Verluste."
Als nächstes wurde ein Foto des Hisbollah-Chefs Hassan Nasrallah eingeblendet mit der Unterzeile "Hisbollah-Mitglied, pass auf!" Ein neues Bild mit Toten erschien zu dem Text, es gebe viele solcher Leichen auf dem Feld, während Nasrallah die Wahrheit kaschiere.
Auch in den Radiosender FM hackte sich Israel ein, um eine Zwei-Minuten-Botschaft mehrfach zu wiederholen. "Hassan hat - ohne sie darauf vorzubereiten - Männer gegen die israelische Armee ausgesandt, gegen eine Armee aus Stahl", hieß es dort. "Höre für einen Moment auf, patriotischen Hymnen zuzuhören, denke nach und komme mit den Füßen wieder auf den Boden."
An Handys der libanesischen Bevölkerung wurden SMS und Mitteilungen geschickt, in denen Israel darauf hinwies, dass es nicht gegen das libanesische Volk, sondern gegen die Hisbollah Krieg führe. Bereits in der Vergangenheit hatte Israel im Rahmen der psychologischen Kriegsführung eine Vielfalt technischer Mittel eingesetzt.
(apa/red)
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