Sicherheitslage Anlass zu "großer Sorge": Annan will UN-Einsatz im Irak verlängern
- UNO-Mandat für Einsatz läuft in wenigen Tagen aus
- Religiös begründete Gewalt gefährdet Bevölkerung
UN-Generalsekretär Kofi Annan will den Einsatz der Vereinten Nationen im Irak verlängern lassen. Die Sicherheitslage im Irak habe im vergangenen Jahr Anlass zu "großer" Sorge gegeben, schrieb Annan in einem Brief an den UN-Sicherheitsrat. "Aufständische, Freischärler und Terroristen haben ohne Unterlass Angriffe in etlichen Regionen des Irak verübt."
Die Bevölkerung sei zunehmend in Gefahr durch religiös begründete Gewalt. Weil die Sicherheitslage immer noch so schwierig sei, habe für alle künftigen UN-Aktivitäten im Irak der Zusatz "sofern es die Umstände erlauben" zu gelten, betonte Annan.
Er beantragte beim Sicherheitsrat, die Unterstützungsmission für den Irak (UNAMI) um ein weiteres Jahr zu verlängern. Das Mandat für den Einsatz läuft am kommenden Freitag ab, wenn der Sicherheitsrat nichts dagegen unternimmt. An der UNAMI sind 396 UN-Mitarbeiter beteiligt, die größtenteils in der irakischen Hauptstadt Bagdad arbeiten, teils aber auch in Arbil im Norden des Landes und im südlichen Basra.
Im August 2003 hatten Unbekannte einen verheerenden Anschlag auf den Sitz der UNAMI in Bagdad verübt - eine Autobombe riss damals 22 Mitarbeiter der UNO in den Tod, unter ihnen Annans Sondergesandten im Irak, den Brasilianer Sergio Vieira de Mello. (apa)
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