Dutzende Tote bei Kämpfen in Sri Lanka: 30.000 Menschen seit Tagen eingeschlossen!
- Rebellen wollten wichtige Landungsbrücke einnehmen
In Sri Lanka haben die Regierungstruppen nach eigener Darstellung einen Angriff der Rebellen zurückgeschlagen und 35 von ihnen getötet. In Muttur, wo nach Angaben der Welthungerhilfe seit Tagen etwa 30.000 Menschen eingeschlossen sind, hielten die Gefechte weiter an. Zunächst gab es keine unabhängige Bestätigung über die Verluste der Befreiungstiger von Tamil Eelam (LTTE).
Muttur liegt rund acht Kilometer entfernt von der Hafenstadt Trincomalee an einer Bucht. Die Rebellen hätten versucht, eine strategisch wichtige Landungsbrücke einzunehmen, sagte ein Sprecher der Streitkräfte in Colombo. Der norwegische Vermittler Jon Hanssen- Bauer befand sich nach Angaben der Botschaft seines Landes auf dem Weg auf die Halbinsel Jaffna im Norden des Landes. Er wollte in der Rebellenhochburg Kilinochchi mit Vertretern der LTTE verhandeln.
Der seit zwei Jahrzehnten andauernde Konflikt hat schätzungsweise 800.000 Menschen in Sri Lanka zu Binnenflüchtlingen gemacht. Den Kämpfen sind bis zu einem von Norwegen vermittelten Waffenstillstand im Jahr 2002 rund 65.000 Menschen zum Opfer gefallen. Die Vereinbarung gilt zwar offiziell immer noch, seit Dezember ist die Gewalt jedoch zunehmend eskaliert und hat mindestens 900 Menschen das Leben gekostet.
(apa)
Deutsche Sklavin befreit14:01
Frau schildert ihr Leid19-Jährige nach acht Jahren gerettet - Mutter soll von Martyrium gewusst haben
Nachbeben in Italien20:01
Mehrere TodesopferErneut große Schäden und Tote nach schweren Erdstößen in Norditalien
