Samstag, 5. August 2006

Fidel Castro operiert: US-Außenministerin Rice fordert Druck für politischen Wandel

  • Condoleezza Rice hält Radioansprache an Kubaner
  • Auch George W. Bush tritt für Wandel in Kuba ein

Angesichts der Erkrankung von Kubas Staatschef Fidel Castro hat US-Außenministerin Condoleezza Rice die internationale Gemeinschaft aufgefordert, die Kubaner zu einem politischen Wandel zu ermutigen. Die kubanische Führung müsse dazu gebracht werden, Mehrparteienwahlen zuzulassen, sagte Rice in einer Radioansprache an die Bevölkerung der Karibikinsel.

Die USA stünden an der Seite der Kubaner, damit diese ihre politischen Führer "in freien und gerechten Wahlen" bestimmen könnten. Rice' Ansprache wurde vom US-finanzierten Sender Marti ausgestrahlt, der nach Kuba sendet.

Bush für demokratischen Wandel
Zuvor hatte US-Präsident George W. Bush die Bürger der Karibikinsel zum demokratischen Wandel aufgerufen. Die USA wollten die Kubaner bei der Errichtung einer der Demokratie verpflichteten Übergangsregierung unterstützen, erklärte Bush.

Wegen einer schweren Darmoperation hatte der kubanische Staatschef vor vier Tagen die Amtsgeschäfte vorübergehend an seinen Bruder Raul übergeben. Dieser ist seitdem jedoch nicht in Erscheinung getreten. Auch Castro selbst hat sich seit seiner Operation noch nicht öffentlich gezeigt, was weitere Spekulationen über seinen Gesundheitszustand nährte. (apa)

5.8.2006 08:34