Familiendrama in Bayern mit fünf Toten: Vater richtet Blutbad an & tötet sich selbst
- 12-jähriger Sohn und 8-jährige Tochter unter Opfern
Ein Familienvater hat im bayerischen Großenried seine beiden Kinder, seine Frau und seine Mutter erstochen und sich dann selbst getötet. Der vermutliche Täter ist nach ersten Angaben der Polizei vom Donnerstagabend ein 37-jähriger Mann. Bei den Opfern handelt es sich um seine gleichaltrige Ehefrau, seine 62 Jahre alte Mutter sowie den 12-jährigen Sohn und die 8-jährige Tochter des Paares.
Notfallseelsorger kümmerten sich um Nachbarn und Verwandte, die verständigt worden waren. "Die Motivlage ist noch absolut unklar", sagte Polizeisprecher Johann Schlackl. Beide Eheleute seien berufstätig gewesen. Nach außen deute alles auf geordnete Verhältnisse hin.
Die Bluttat war gegen 17.00 Uhr entdeckt worden. Ein Nachbar hatte die Polizei alarmiert. Einer der Familienangehörigen habe einen Termin nicht wahrgenommen. Deshalb sei der Nachbar gebeten worden, nach der Familie zu sehen. Als niemand öffnete, holte er die Polizei.
Die Beamten mussten ein Fenster einschlagen, um in das Haus zu gelangen. Sie fanden die Leichen, die Schnitt- und Stichwunden aufwiesen, in verschiedenen Räumen. Tatwaffe sei wahrscheinlich ein Messer. Unter anderem weil das Haus verschlossen war, werde eine Beteiligung von außen weitgehend ausgeschlossen.
Wie lange die Bluttat zurückliegt, ist noch offen. "Es deutet einiges darauf hin, dass es nicht innerhalb der letzten Stunde passiert ist", sagte Schlackl. Den genauen Zeitpunkt müsse die Rechtmedizin bei der Obduktion klären, die baldmöglichst stattfinden solle. Das Grundstück wurde abgesperrt, die Spurensuche war am Abend noch im Gange.
(apa/red)
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