Der 'Maximo Líder' am Weg der Besserung: Fidel Castro nicht mehr auf Intensivstation
- Laut seiner Schwester: Fidel wartet jetzt Genesung ab
·Castro gibt Macht
'vorübergehend' ab
Muss wegen Darmblutung
in Spital. Raul übernimmt
·Fidel Castro: Máximo Lìder im Porträt
Mythos begründet sich in inszenierten Personenkult
·Raul, der mächtige Mann im Hintergrund
Designierter Nachfolger von Kubas 'Maximo Lider'
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Info-Grafik: Karte Kuba, Factbox & Chronologie
Kubas Präsident Fidel Castro wird nach Angaben seiner Schwester nicht mehr auf der Intensivstation behandelt. Sie habe diese Information informell aus Kuba bekommen, zitierte der Fernsehsender WTVJ in Miami Juanita Castro Ruz auf seiner Internetseite weiter. Ihr Bruder warte jetzt erst einmal ab, wie es mit ihm weitergehe.
Juanita Castro hatte ihr Heimatland 1964 verlassen und seit Jahren nicht mehr mit Fidel gesprochen. Das Verhältnis gilt als zerrüttet, weil beide verschiedene politische Ansichten haben. Es sei für sie nun aber sehr schwer gewesen, zu sehen, wie zahlreiche Exil-Kubaner im US-Bundesstaat Florida die Nachricht von Fidels Operation gefeiert hätten, betonte Juanita Castro. Sie betreibt in Miami eine Apotheke. Beobachter gehen nicht davon aus, dass sie Zugang zu Insider-Informationen in Kuba hat.
Castro meldete sich im Fernsehen
Castro hatte sich nach offiziellen Angaben einer Darmoperation unterzogen. Die Regierungsgeschäfte wurden vorübergehend an seinen Bruder Raul übertragen. Castro selbst ließ im staatlichen Fernsehen erklären, ihm gehe es den Umständen entsprechend gut. Der Politiker, der die Karibikinsel seit der Revolution im Jahr 1959 regiert, wird am 13. August 80 Jahre alt.
Die USA warnten die Exil-Kubaner inzwischen davor, nach den Berichten über Castros Gesundheitsprobleme in Massen in ihr kommunistisches Land zurückzuströmen. Aber auch umgekehrt sollten Kubaner nicht versuchen, in die USA aufzubrechen. Die Situation vor Ort könne derzeit noch nicht überblickt werden, da Kuba nach wie vor sehr abgeschottet sei, sagte der Sprecher des Präsidialamtes, Tony Snow. Entgegen der Warnung gab es in den vergangenen Tagen allerdings keinerlei Anzeichen für eine solche massenhafte Abwanderung.
(apa/red)
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