"Raus aus der Armut, rein in die Bildung": Van der Bellen will zweistelliges Ergebnis
- 800 Euro Grundsicherung, Studiengebühr abschaffen
- Grüner will Studierendenzahl um 50 Prozent erhöhen
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Nur 27 Prozent sind für Regierungsbeteiligung
Der Grüne Bundessprecher Alexander Van der Bellen wäre "sehr zufrieden, wenn wir bei den Nationalratswahlen annähernd die Umfragewerte" von elf bis 13 Prozent erreichen. Ziel sei jedenfalls ein zweistelliges Ergebnis. Inhaltlich bekräftigt der Grün-Chef die Wahlkampfthemen "Raus aus der Armut, Energiewende, Kampf gegen Frauenbenachteiligung und Rein in die Bildung".
So sprach sich Van der Bellen neuerlich für die Abschaffung der Studiengebühren aus. Es sei notwendig, die Studierendenzahl um 50 Prozent auf 300.000 zu erhöhen. Die Akademikerquote in Österreich sei im internationalen Vergleich zu niedrig. Und mit Studiengebühren dürfe man den Zugang zur Universität nicht behindern oder gar verhindern.
Einer der Grünen Schwerpunkte werde auch die Einführung einer Grundsicherung sein. Diese sollte in einer ersten Etappe 800 Euro monatlich zwölf Mal im Jahr betragen. Es gelte aber auch hier, dass Bildung der Schlüssel für die Prävention von Arbeitslosigkeit sei.
Auf die Frage, was sich konkret bei einer Grünen Regierungsbeteiligung ändern würde, verwies Van der Bellen u.a. auf einen Umbau des Schulsystems und einen Ausbau von "Kindergärten mit vernünftigen Öffnungszeiten". Was die Schule betrifft, müsse es mehr individuelle Förderung für die Kinder geben.
Außerdem müsste "sanfter Druck" auf Firmen ausgeübt werden, die so genannte gläserne Decke - also Frauen kommen kaum in Führungspositionen - zu durchbrechen. Dies könne man erreichen, indem Wirtschaftsförderungen an die Förderung von Frauen geknüpft werden.
Van der Bellen unterstrich auch die Bedeutung einer Energiewende in Österreich. "Weg von Öl und Gas, geschweige denn vom Atromstrom, hin zu erneuerbaren Energien. Und das hat auch einen arbeitsmarktpolitischen Effekt". (apa)
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