Streit um die "echte" Freiheitliche Partei: Neue Schlammschlacht zwischen FPÖ & BZÖ!
- Vilimsky: Haider gehört in 'psychiatrische Betreuung'
- Scheuch: FP ist 'Heimat Verräter & Vernaderer Partei'
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Welcher Partei werden Sie Ihre Stimme geben?
Die Auseinandersetzungen zwischen FPÖ und BZÖ in der Frage, wer die "echten" Freiheitlichen sind, wird immer unerbitterlicher. Derzeit liefern sich die Parteipressedienste eine wahre "Schlammschlacht". In nicht weniger als acht Aussendungen wurden die gegenseitigen Beschimpfungen niedergeschrieben. So meinte FPÖ-Generalsekretär Harald Vilimsky, Jörg Haider gehöre "in psychiatrische Betreuung". Haider-Sprecher Stefan Pettzner formulierte als Antwort: "Tief, tiefer, Vilimsky."
Haider hatte in einem Interview mit der "Kleinen Zeitung" gemeint, er sei der einzige Repräsentant des freiheitlichen Lagers. Diese Aussage lasse vor allem auf den Seelenzustand Haiders schließen, meinte Vilimsky. "Es wäre für ihn durchaus ratsam, einmal einen Arzt aufzusuchen, um sich gründlich durchuntersuchen zu lassen. Seine Aussagen lassen jedenfalls auf veritable psychische Probleme schließen."
Petzners Replik: "Der Herr mit dem unaussprechlichen Namen Vilimsky sei daran erinnert, dass er und seine blauen Freunde jahrelang von jenem Jörg Haider profitiert haben, dem sie heute Steine nachwerfen. Was wäre aus den Herren Strache, Kickl, Stadler und Co. ohne Jörg Haider geworden? Strache wäre heute noch Zahntechniker, Kickl nach wie vor der ewige Student und Stadler würde noch immer seinem Gerichtsjahr nachlaufen."
"Heimat Verräter und Vernaderer Partei"
Weitere Kostproben des verbalen Schlagabtausches: Der orange Bündnissprecher Uwe Scheuch warf FPÖ-Chef Heinz-Christian Strache vor, mit der Forderung nach OSZE-Wahlbeobachtern den Bogen endgültig überspannt zu haben. Die FPÖ habe sich damit "von einer selbst ernannten Österreich Partei zu einer 'Heimat Verräter und Vernaderer Partei' gewandelt".
FPÖ-Generalsekretär Herbert Kickl wiederum meinte zur Diskussion, ob die FPÖ oder das BZÖ einen Vertreter für die Bundeswahlbehörde nominieren kann, "der demokratisch nicht legitimierte Orangenhaufen habe dort nichts verloren". (apa/red)
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