Spekulationen neu entfacht: Schüssel
wollte Vera Russwurm als ÖVP-Kandidatin
- ORF kommentiert möglichen Jobwechsel nicht
- "Vera" wird als Gesundheitsministerin gehandelt
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Für VP-Obmann denkbar:
'Wenn Wähler ihn wollen'
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Bundeskanzler Wolfgang Schüssel hat Vera Russwurm gefragt, ob sie für die ÖVP kandidieren wolle. Mit dieser Offenbarung in den "Salzburger Nachrichten" hat der Kanzler am Freitag erneut Spekulationen um eine schwarze Überraschungskandidatin entfacht. Der ORF, Russwurms derzeitiger Arbeitgeber, war zu einer Stellungnahme über einen möglichen Jobwechsel der ORF-Talkerin nicht bereit. "Wir sagen dazu nichts", hieß es aus dem ORF. Russwurm selbst war auf mehrmalige Nachfrage nicht zu erreichen.
Das Gerücht, die Schwarzen könnten die studierte Medizinerin als politischen Quereinsteiger mit Promifaktor im Wahlkampf - wie dereinst Karl-Heinz Grasser - aus dem Hut zaubern, macht bereits seit Monaten hartnäckig die Runde. Bisher konnte es nicht nachhaltig ausgeräumt werden. Dass "Vera" als mögliche Nachfolgerin von Gesundheitsministerin Maria Rauch-Kallat (V) denkbar sei, hatte auch schon Bezirksvorsteherin Ursula Stenzel (V) bei einer Diskussionsrunde eingeräumt. Stenzel - ihres Zeichens selbst ehemalige ORF-Journalistin - hatte damals betont, dass "Russwurm eine hervorragende Journalistin" sei. "Warum soll so ein Mensch nicht politische Botschaften vertreten können?"
Russwurm selbst hat sich bisher - trotz Drängen seitens der Sozialdemokraten, Russwurm möge sich deklarieren, und vehementer Nachfragen von Journalisten - nicht eindeutig festgelegt. Zu Wort hatte sich lediglich Ehemann und früherer ORF-Unterhaltungschef Peter Hofbauer gemeldet und gemeint: "Ich wüsste nicht, was es da zu deklarieren gibt. Meine Frau hat keinen wie auch immer gearteten Profilierungsbedarf."
Die ORF-Lady zeigte sich am Freitag - wie bisher in dieser Causa - wortkarg. Auf Anfrage der APA hieß es zunächst, dass man sich bis 14.00 Uhr um eine Stellungnahme bemühen werde. Spätere Rechercheanrufe wurden nicht mehr entgegengenommen. Schenkt man den kryptischen Worten des Kanzlers in den "SN" Glauben, so dürfte es ihm nicht besser ergangen sein: "Vera Russwurm ist vor längerer Zeit von mir ein Mal gefragt worden, ob sie kandidiert. Seither hat es keinen Kontakt gegeben," wird Schüssel zitiert.
(apa/red)
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