Keine Änderung gewünscht: Österreicher wollen Grüne weiter als Oppositionspartei
- Nur 27 Prozent sind für eine Regierungsbeteiligung
- Glawischnig skeptisch über mögliche Ampelkoalition
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Die Österreicher wollen die Grünen nach wie vor lieber in der Opposition als in der Regierung sehen. Allerdings ist die Zustimmung zu einer Regierungstätigkeit der Öko-Partei in der letzten Zeit doch merklich angestiegen. Von den politischen Inhalten her sehen die Wähler die Grünen deutlich näher bei der SPÖ als bei der ÖVP.
54 Prozent der Befragten meinten, die Grünen sollten in Opposition bleiben, nur 28 Prozent plädierten für eine Regierungsbeteiligung. 18 Prozent machten keine Angaben. Im November 2005 war das Verhältnis noch deutlicher, damals hatten sich nur 23 Prozent für eine Regierungstätigkeit der Grünen ausgesprochen und 62 Prozent dafür, dass sie in Opposition bleiben. Dies geht aus einer OGM-Umfrage für den TV-"Report" hervor.
45 Prozent der Befragten glauben, dass die Grünen von den politischen Inhalten her der SPÖ näher stehen, nur 17 Prozent meinen, der ÖVP. 20 Prozent sehen sie gleich nah oder fern von beiden Parteien. Vor gut einem halben Jahr hatten noch 51 Prozent gemeint, die Grünen stünden der SPÖ näher, 19 Prozent hatten sie damals näher bei der ÖVP gesehen.
Glawischnig skeptisch über mögliche Ampelkoalition
Die stellvertretende Grün-Chefin Eva Glawischnig hat sich skeptisch über die Möglichkeit einer Ampelkoalition beispielsweise mit der SPÖ und der Liste Hans-Peter Martin gezeigt. Sie schließe - ausgenommen FPÖ und BZÖ, die "eine Masse" sei - niemanden aus. Glawischnig bekräftigte ihre Forderung nach einer Energiewende und sprach sich für eine Verteuerung nicht erneuerbarer Energien aus.
Eine Energiewende sei notwendig, um von der Abhängigkeit vom immer teurer werdenden Öl wegzukommen. "Ich möchte nicht, dass das Autofahren eine soziale Falle wird, das sich die Menschen nicht mehr leisten können". Außerdem will Glawischnig von der österreichischen Regierung ein Signal gegen die Kernkrafterke. "Es wäre gut für die österreichische EU-Ratspräsidentschaft gewesen, eine andere Politik vorzuschlagen". Statt dessen werde die Atompolitik mit 120 Millionen Euro von Österreich im Jahr subventioniert.
Die Grünen wollen im Wahlkampf auch verstärkt auf das Thema Grundsicherung setzen. 800 Euro für jeden koste 500 Millionen Euro. "Es gibt 140.000 Kinder in Armut, ich möchte nicht zuschauen".
(apa/red)
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