Dornfinger-Hysterie füllt Notaufnahmen: Überängstlichkeit sorgt für Spinnereien
- Viele vermeintliche Bissopfer - Personal überfordert
- Dornfinger nicht tödlich: Allergische Reaktion möglich

·Dornfinger kommt aus Mittelmeerregion
Biss wirkt ähnlich wie Wespen- & Hornissenstich
·Dornfinger: Giftigste Spinne unserer Fauna
Biss kann zu Schmerzen und Lähmungen führen
·Hat Dornfingerspinne wieder zugebissen?
OÖ: 39-jährige Frau litt an typischen Symptomen
Die Hysterie, die bei vielen Menschen nach den Berichten über Bisse von Dornfingerspinnen vorherrscht, füllt derzeit die Notaufnahmen der Krankenhäuser. Im AKH Linz beispielsweise wurden bei insgesamt 190 Patienten gleich acht vermeintliche Bissopfer behandelt. In allen Fällen entpuppte sich die Verletzung aber als harmloser Insektenstich.
"Die Leute sind übervorsichtig", erklärte Rupert Frechinger, Leiter des medizinischen Controllings im AKH. Nach den Berichten der vergangenen Wochen über Spinnenbisse sei die Bevölkerung sensibilisiert. Diese "Überängstlichkeit", so Frechinger, überfordere wiederum das Krankenhauspersonal.
Im heurigen Sommer waren bereits mehrere Zwischenfälle mit der bis zu 15 Millimeter großen, braungelben Spinne aus der Steiermark, Wien, Niederösterreich und Oberösterreich gemeldet worden. Bisse des aus dem Mittelmeerraum stammenden Tieres sind schmerzhaft, aber nicht tödlich. Es kann unter Umständen zu allergischen Reaktionen wie bei einem Wespen- oder Hornissenstich kommen.
(apa/red)
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