Giftgas-Alarm in der Obersteiermark: Chemische Reaktion in Leiterplatten-Werk
- Ein Verletzter wurde ins Leobener LKH eingeliefert
Zu einem Chemieunfall ist es im obersteirischen Werk des Elektronikkonzerns AT&S in Leoben gekommen. In der Kupferchlorid-Aufbereitungsanlage war Wasserstoffperoxid ausgetreten und in das Untergeschoss geflossen. Dort reagierte das Bleichmittel mit Kupferchlorid und bildete giftige Gase. Ein 29-jähriger Arbeiter atmete die giftigen Gase ein. Er wurde in das LKH Leoben gebracht.
In der Kupferchlorid-Aufbereitungsanlage floss aus einem Ventil Wasserstoffperoxid aus. Über eine unterhalb des Behälters angebrachte Auffangwanne gelangte das Bleichmittel in das Untergeschoss. Dort reagierte es mit Kupferchlorid, wobei giftige Gase entstanden. Die Sicherheitssysteme des Unternehmens meldeten die Rauchgasentwicklung an die Feuerwehr Donawitz, teilte. In Zusammenarbeit mit der Feuerwehr Göss konnte die chemische Reaktion gestoppt werden.
Rund 50 Mitarbeiter mussten den betroffenen Bereich verlassen. Ein 29 Jahre alter Mann hatte die Gase eingeatmet. Er wurde mit Verdacht auf eine leichte Lungenverätzung ins Krankenhaus gebracht werden. Er soll auf dem Weg der Besserung sein und keine bleibenden Schäden davontragen, hieß es aus dem Unternehmen.
Eine Gefährdung der unmittelbaren Anrainer war laut Polizei nicht gegeben. Schuld an dem Zwischenfall war ein Defekt an dem Ventil, erklärte das Unternehmen.
(apa/red)
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