Dienstag, 1. August 2006

Wieder Biss von Dornfingerspinne? Frau mit
typischen Symptomen im Spital behandelt

  • 39-Jähriger 95 Penicillin-Infusionen verabreicht
  • Experte: Biss kann auch von Biene oder Ameise sein

In Österreich hat wieder ein giftiges Tier zugebissen: Dem Opfer, einer 39-jährigen Frau aus dem Bezirk Amstetten, mussten während eines zweiwöchigen Krankenhausaufenthaltes 95 Penicillin-Infusionen verabreicht werden. Möglicherweise wurde auch sie von einer Dornfingerspinne verletzt.

Die Frau war bereits am 9. Juli mit ihren beiden Patenkindern auf einem Spielplatz barfuß herumgetollt. Einen Tag später bemerkte sie eine Schwellung an einer Zehe, die sich bald entzündete. Die 39-Jährige bekam schließlich starke Schmerzen und hohes Fieber. Sie wurde ins Krankenhaus eingeliefert, wo sie 95 Infusionen bekam. Zur Zeit macht die Frau eine Lasertherapie, die die Durchblutung und Wundheilung anregen soll. In einer Woche soll sie sich wieder völlig erholt haben.

Das Bissopfer informierte sich im Internet und in Zeitungen über die Dornfingerspinne. Christian Komposch vom Institut für Faunistik und Tierökologie rät gegenüber den OÖN bei Eigendiagnosen zur Vorsicht: "Es gibt in Österreich 100 verschiedene Tiere, deren Biss oder Stich ähnliche Symptome hervorruft." Bienen und Ameisen kämen ebenso in Frage wie eine Reihe unterschiedlicher Spinnen. In Österreich gebe es 1.000 Spinnenarten und nur zehn Experten, die den Dornfinger bestimmen könnten, so Komposch.

(apa/red)

1.8.2006 09:52