Wieder mussten Kinder Bluttat mitansehen: Wienerin durch Messerstiche schwer verletzt
- Als Täter wurde 37-jähriger Ehemann verhaftet
- Geschockte Kinder wurden von Tante übernommen
Nur einen Tag nach der Bluttat in Wien-Simmering hat sich in Neubau schon wieder ein Beziehungsdrama ereignet. Dort stach ein 37-Jähriger in der Kaiserstraße seine 34-jährige Frau vor den Augen der fünf- bzw. sechsjährigen Kinder nieder. Sein Motiv, wie ein Ermittler des Kriminalkommissariats Mitte erläuterte: "Eifersucht, und er wollte sie zurückhaben."
Bereits früher kam es zwischen den Eheleuten zu Auseinandersetzungen, bei denen der Verdächtige ebenfalls handgreiflich gewesen sein soll. Zu einer Anzeige kam es nicht, daher wurde auch kein Betretungsverbot ausgesprochen. Dann wanderte der 37-Jährige für ein Jahr wegen eines Drogendelikts ins Gefängnis.
Als er vor etwa zwei Wochen wieder freigelassen wurde, zog er bei seiner Frau ein und begann wieder, um sie zu werben. Die 34-Jährige wollte allerdings nichts mehr von ihm wissen. Sie hatte mit der Beziehung abgeschlossen und traf andere Männer. "Schließlich hat er es genau wissen wollen, und das war gestern", sagte der Ermittler.
In der Küche stellte der 37-Jährige seine Frau kurz vor 19.00 Uhr zur Rede. Die Auseinandersetzung wurde immer lauter. Der Verdächtige griff zum Hammer und schlug auf sie ein. Schließlich stach er auf die 34-Jährige ein und verletzte sie im Darmtrakt und an den Beinen. Auch im Stiegenhaus war der Streit zu hören, der Täter ließ sich von der Polizei widerstandslos festnehmen. Die Kinder kamen vorläufig bei einer guten Freundin ihrer Mutter unter.
(APA/red)
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