Freitag, 28. Juli 2006

Pilgerfahrt auf den Spuren der Kreuzritter:
Rad fahren und Beten ist die Devise

  • 4.000 Kilometer werden die Radler zurück legen
  • Sie haben keine Furcht vor der Gewalt im Libanon

Die Lombardei und Jerusalem trennen an die 4.000 Kilometer. 12 Katholiken wollen diese Strecke in 25 Etappen mit dem Fahrrad absolvieren. Auf dem Weg ins Heilige Land wandeln, vielmehr: radeln sie auf den Spuren der Kreuzritter und haben eine Botschaft im Gepäck...

Lurago d`Erba, ein kleines beschauliches Dorf in der Nähe des Comer Sees ist der Ausganspunkt für eine Radreise der anderen Art: 10 Männer und 2 Frauen im Alter von 25 bis 66 Jahren, schwingen sich auf ihre Drahtesel um das Heilige Land Jerusalem zu erreichen.

Rad fahren und beten
Die Strecke führt über die Türkei, Syrien und Jordanien, und geht den Spuren der Kreuzritter nach. Izmir, Krak und Damaskus sind dabei nur einige Orte, die sie ansteuern werden. In Castel Gandolfo werden sie sogar vom Papst empfangen. Durchhaltevermögen, Rad fahren und beten ist dabei die Devise.

Motivation trotz Gewalt
Von den Unruhen in Nahost lassen sich die Pilger nicht abschrecken. Der Organisator hat Erfahrung mit der Gefahr: "Ich habe während der Herrschaft der Taliban Afghanistan durchquert. Ich bin elf Mal festgenommen worden, doch alles ist immer gut gelaufen", so Beppe Tenti.

25 Etappen in 4 Wochen
Täglich radelt die hochmotivierte Gruppe rund 140 Kilometer, und das bei Temperaturen um die 40 Grad! Begleitet werden die eigentlichen Nicht-Sportler von zwei Kleinbussen, die für Notfälle gerüstet sind.

Appell für den Frieden
Wenn die Pedalritter am 26. August in Israel ankommen, wollen sie einen Appell für den Frieden in Nahost aussprechen. Gleichzeitig überreichen sie einem Institut für taube Kinder in Bethlehem zahlreiche Spenden.

28.7.2006 12:55