Aufregung um die Talabfahrt im Pitztal:
Gemeinde und Land auf Konfrontationskurs
- Bürgermeister ortet plötzlich Bedarf für "Notausgang"
- Behörden stoppen Arbeiten für den Sicherungsweg

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Weiterhin keine Einigung rund um die Talabfahrt am Pitztaler Gletscher. Die Gemeinde zieht derzeit im Kampf gegen das Land den Kürzeren. Die Bauarbeiten wurden eingestellt. Für die Pitztaler Bergbahnen wäre ohne die Talabfahrt im Ernstfall eine Katastrophe vorprogrammiert.
Sechs Jahre lang wird nun schon über eine Talabfahrt am Pitztaler Gletscher diskutiert. Die Umweltverträglichkeitsprüfung ergab zwar ein Nein zur Abfahrt, die Gemeinde St. Leonhard begann trotzdem mit den Bauarbeiten für einen "Sicherheitsweg", damit im Notfall für eine Evakuierung der Schifahrer gesorgt ist.
Land Tirol stoppt Bauarbeiten
Das Land hat nun aber einen Baustopp veranlasst, Rupert Hosp, der Bürgermeister von St. Leonhard zeigt sich verärgert: "Wenn die Stollenbahn steht, sitzen bis zu 5.000 Leute am Gletscher fest".
Er fordert von Landeshauptmann Herwig van Staa das Versprechen ein, die Talabfahrt zu ermöglichen.
Van Staa kontert
Der Landeshauptmann dementiert das Versprechen, er habe nichts zugesagt, sondern nur seine Bemühungen für die rechtlichen Voraussetzungen garantiert. Immerhin gäbe es massive Sicherheitsmängel bei der Talabfahrt.
Keine Einigung in Sicht
Bleiben die Bauarbeiten weiterhin liegen, wäre man wieder bei Stunde Null, sagt Hosp. Bereits vor der Landtagswahl 2003 wurde das Projekt Talabfahrt durch die Landespolitik zurückgezogen. (APA/red)
