Leichter Rückgang der Nächtigungszahlen:
Statistiker durch Hitzewelle optimistisch
- Positive Bilanz für gesamte Sommersaison erwartet
- Deutsche bleiben weiter aus - Franzosen kommen

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Der Österreich-Tourismus ist mit einem leichten Nächtigungs-Rückgang in die Sommersaison gestartet. Wie aus am Mittwoch veröffentlichten Daten der Statistik Austria hervorgeht, ging die Zahl der Übernachtungen von Mai bis Juni 2006 gegenüber dem Vorjahreszeitraum um 0,9 Prozent auf 14,3 Millionen zurück. Angesichts des anhaltenden schönen Wetters bleiben die Statistiker aber für die gesamtsaison weiter optimistisch.
Die Nächtigungszahlen bei den heimischen Gästen sind schon in den ersten zwei Sommermonaten um 1,8 Prozent gestiegen. Ausländische Gäste übernachteten dagegen zu Beginn der Sommersaison um 2,4 Prozent weniger in Österreich, was tendenziell an kürzeren Aufenthalten lag. Am stärksten betroffen von den Nächtigungsrückgängen waren Kärnten (minus 4 Prozent) und Tirol (minus 3,8 Prozent). Im Wiener Städte-Tourismus stiegen die Nächtigungszahlen - nicht zuletzt auf Grund des österreichischen EU-Vorsitzes - um über 6 Prozent an.
Privatquartiere verlieren Gäste
Vor diesem Hintergrund stieg die Anzahl der Nächtigungen in Hotels der 5-/4-Stern Kategorie um 3,7 Prozent an. Die Anzahl der Nächtigungen in 3-Stern-Betrieben ging dagegen um 1,0 Prozent zurück, in 2- und 1-Stern-Betrieben um 7,6 Prozent zurück, und auch Privatquartiere und privaten Ferienwohnungen mussten mit minus 9,7 Prozent bzw. 4,4 Prozent jeweils überdurchschnittlich hohe Verluste hinnehmen.
Keine Deutschen, keine Niederländer
Ausgeblieben sind zu Sommerbeginn einmal mehr die deutschen Gäste. Sie nächtigten im Mai und Juni um 5 Prozent weniger als im selben Zeitraum des Vorjahres, und auch die Zahl der deutschen Ankünfte ging um 4,3 Prozent zurück. Deutlich weniger Gäste kamen auch aus den Niederlanden (fast minus zehn Prozent bei den Nächtigungen und minus 4,3 Prozent bei den Ankünften) und aus der Schweiz (minus 2,8 Prozent bei den Übernachtungen, minus 2,1 Prozent bei den Ankünften). Deutlich mehr Gäste kamen dagegen aus den USA und aus Frankreich. Bei den Gästen aus Übersee nahmen die Übernachtungen um 12 Prozent und die Ankünfte um fast 13 Prozent zu. Die Franzosen nächtigten im Mai und Juni um knapp 3 Prozent häufiger in Österreich, die Zahl der französischen Gäste nach Ankünften stieg um fast 5 Prozent.
Stagnation bei Übernachtungen
Im ersten Halbjahr 2006 blieben die Tourismusdaten in Summe weitgehend konstant. Rund 62,9 Mio. Übernachtungen entsprachen einem geringfügigen Plus von 0,2 Prozent. Die Zahl der Ankünfte stieg um 2,4 Prozent auf rund 15,0 Millionen an. Auch für das heurige Gesamtjahr rechnet Peter Laimer, Tourismusexperte der Statistik Austria, mit einer Stagnation bei den Übernachtungen bzw. - bei einem erfolgreichen Sommer - allenfalls mit einem leichten Plus.
(apa/red)
