Ausflugsschiff "Amadeus" dreht sich im Takt des Donauwalzers auf der Salzach
- Panoramaboot fährt guten Kurs im Mozartjahr
- Sightseeing-Tour bei Touristen immer beliebter

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Nach der 50 Minuten langen Sightseeing-Tour auf der Salzach dreht sich die "Amadeus" zwei Mal links und einmal rechts herum. Die Passagiere lauschen dem berühmten Donauwalzer von Johann Strauß. Dann erst legt sie vor der Salzburger Altstadt an. Ein schönes Spektakel, dass sich auch vom Land aus gut beobachten lässt.
Sie dreht sich zwei Mal links, einmal rechts herum - dann erst legt die "Amadeus" beim Makartsteg vor der Salzburger Altstadt an. Die 68 Passagiere lauschen andächtig dem Donauwalzer von Johann Strauß, der aus dem Lautsprecher hallt. "Ja, die Amadeus tanzt. Sie ist musikalisch sehr begabt", schmunzelt Schiffseigner Erich Berer. Der 39-jährige Salzburger hat allen Grund zum Lachen: Im vierten Betriebsjahr steuert das Salzachschiff einem Rekordjahr zu.
Keine Steuerungsprobleme
Bevor sich der 17-Tonner am Ende seiner 50 Minuten dauernden Sightseeing-Tour mehrmals um die eigene Achse dreht, werden die Insassen über das Spektakel aufgeklärt. "Das Schiff hat eine Ausbildung auf der Musikhochschule Mozarteum genossen", informiert die Stimme aus dem Rekorder in ernsthaftem Ton. Die Gäste sollen nicht glauben, der Kapitän habe Steuerungsprobleme.
Besorgte Passanten
Um Missverständnisse aus dem Weg zu räumen, ließ Berer am Heck einen Außenlautsprecher montieren. "Mich haben schon Leute angerufen, die meinten, das Schiff kann nicht landen." Immer wieder beobachten Passanten vom Kai oder von den Salzachbrücken aus mit besorgter Miene, was sich denn da auf dem Fluss abspielt. Denn von weitem ist der Donauwalzer nicht zu hören.
In Hochwasser versunken
Im Sommer vor vier Jahren war das Panoramaboot vom Tanzen noch weit entfernt. Drei Monate nach der Schiffstaufe versank es am 12. August 2002 in den Fluten des Hochwassers. Passagiere befanden sich keine an Board, doch der Sachschaden war enorm. Das einzig Positive an dem Unglück: Die "Amadeus" schaffte es auf das Titelblatt der "New York Times" und wurde weltberühmt.
Beliebte Attraktion
"Die Amadeus ist eine unglaublich beliebte Attraktion geworden. Die jährliche Passagierzahl von 30.000 wurde bei weitem übertroffen. Heuer steuern wir mit 15 Prozent mehr Gästen einem Rekordjahr entgegen. Ich bin hoch zufrieden", sagt Berer. "Aus Bescheidenheit" will er keine Umsatzzahlen nennen. Klar sei aber, dass sich das Projekt erst nach zehn Betriebsjahren rentiere.
Komfort für Passagiere
Ausschlaggebend für die hohe Zuwachsrate ist nicht nur das Mozartjahr, das mehr Touristen nach Salzburg bringe, sondern auch der hohe Wasserstand der Salzach und die gute Wetterlage, betont der Salzburger. Zudem stecke er 30.000 Euro in Komfortverbesserungen. Im Inneren des Schiffes zeigt ein Flachbildschirm die Sehenswürdigkeiten von Stadt und Land Salzburg. Der Barbetrieb auf der "Salzachinsel" sei zum beliebten Treffpunkt eines gehobenen Publikums geworden.
(apa/red)
