Ein Highlight unter den Gastgärten Wiens:
Herbert Hacker über das Mezzo am Esteplatz
- Ein Zahntechniker mit gutem Gespür für Kulinarisches
- Max Stiegl mit Vorgeschichte im Inamera am Herd

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Gastgärten sind bei der momentanen Affenhitze gefragt wie noch nie. Vor kurzem hat sogar das fashionable "Fabios" in der Wiener Innenstadt einen Garten hinzubekommen - eine absolute Top-Adresse für Open-Air-Genüsse. Vergleichsweise noch eher ein Geheimtipp ist hingegen das "Mezzo" im dritten Bezirk.
Das Lokal mit einem herrlichen Gastgarten mitten am Esteplatz wurde heuer zu Beginn des Jahres neu übernommen. Erst allmählich beginnt sich herumzusprechen, dass hier eine überdurchschnittlich gute Küche aufgetischt wird. Horst Sonnenfeld, ein 66-jähriger Zahntechniker, hat sich mit dem Erwerb des "Mezzo" den Traum vom eigenen Restaurant erfüllt und einen hoch talentierten Küchenchef verpflichten können. Der 26-jährige Max Stiegl erkochte im burgenländischen "Inamera" immerhin einen Michelin-Stern.
Keine langweilige Küche
Stiegl ist Vertreter einer kreativen, mediterranen Küche und ein Meister im Umgang mit Fischen, die er hauptsächlich vom besten Fischlieferanten Wiens, dem unvergleichlichen Franz Aibler (Eishken Estate) in Wien-Inzersdorf, bezieht. Stiegls Kreationen sind zuweilen recht verwegen, handwerklich aber stets auf hohem Niveau. Beliebig oder gar langweilig ist seine Küche nicht. Ein Auszug aus der aktuellen Karte: geeiste Gurkensuppe mit gerösteten Pistazien, marinierter Thunfisch mit Büffelmozzarella und Ingwer, kalte Paprikasuppe mit karamellisierten Jakobsmuscheln, Bachforelle auf Oliven-Zucchini-Ratatouille und Steinbutt "Wildfang" auf Safranrisotto und Vogerlsalatcreme.
Dazu serviert meist der sympathische Wirt selbst die dazu passenden Weine.
Fazit
So lässt sich selbst die größte Hitze einigermaßen ertragen.
Mezzo
Esteplatz 6
1030 Wien,
Tel.: 01/715 51 48
www.mezzo.cc
Im Lokalführer zu finden unter:
Mezzo

