Singles erkranken eher am Herzen: Doppelt
so hohes Risiko wie in einer Partnerschaft
- Personen um die 60 Jahre sind besonders gefährdet
- Alleinstehende rauchen öfter & trinken mehr Alkohol

·Familienmenschen leben viel gesünder
Zusammenhang: soziale Bindung und Gesundheit
·Jobverlust erhöht Risiko auf Herzinfarkt:
Doppelt so hoch wie bei Personen mit Arbeit
·Studie: Sportliche Singles bevorzugt
Haben mehr Erfolg beim anderen Geschlecht
·50% der Frauen sterben an Herzinfarkt
Symptome werden oft viel zu spät erkannt...
Alleinlebende haben laut einer dänischen Studie ein doppelt so hohes Risiko, schwer am Herzen zu erkranken. Dies geht aus einer Untersuchung der Universitätsklinik Aarhus hervor, für die 138.000 Menschen zwischen 30 und 69 Jahren beobachtet wurden, wie das britische Magazin "New Scientist" (Nr. 2561, S. 23) berichtet. In einem Zeitraum von zwei Jahren diagnostizierten die Mediziner bei 646 der Teilnehmer verschiedene Herzerkrankungen wie beispielsweise Infarkte. Die Wissenschafterin Kirsten Nielsen und ihre Kollegen fanden heraus, dass neben dem Alter das Alleinleben das Herzrisiko am meisten erhöhte.
Im Schnitt hatten die allein Lebenden in der Studie ein doppelt so hohes Risiko für ein Herzleiden wie Menschen, die mit jemanden zusammen wohnten. Besonders gefährdet sind demnach alleinlebende Männer über 50 sowie alleinlebende Frauen über 60 Jahren: Obwohl sie nur rund 13 Prozent der Studienteilnehmer stellten, stammten fast 97 Prozent der Herztodesfälle aus dieser Gruppe.
Die dänischen Forscher haben die Ursachen für das erhöhte Risiko nicht untersucht. Sie gehen aber davon aus, dass Singles möglicherweise seltener zum Arzt gehen und sich weniger gesund ernähren. "Menschen, die allein leben, rauchen wahrscheinlich eher, ernähren sich vermutlich nicht so gut und trinken oft mehr Alkohol", sagte Nielsen dem Magazin. Unter Umständen seien sie auch weniger in der Lage, sich auf soziale Kontakte zu stützen. (APA/red)
