ACDC und Slipknot gegen Schmerzen: Hardrock als Narkose- & Beruhigungsmittel
- Musik hilft auch bei Übergewicht und Herzproblemen
- Für jedes Ihrer Leiden gibt es den richtigen Song!

·Macht locker: Sex vor schweren Tests...
Dabei wirkt 'echter Bei- schlaf' am allerbesten
·30 Prozent haben
chronische Schmerzen
Viele lassen sich mit Arzt- Besuch zu lange Zeit
·Mantras gegen Stress
und Schlafstörungen
83 Prozent empfinden Wortkombis als hilfreich
Man darf sich nicht wundern, wenn jetzt im Arzt-Wartezimmer Rock-Musik gespielt wird: Der richtige Ton kann Krankheiten und Angst vertreiben, berichtete das Lifestyle-Magazin "Men's Health" unter Berufung auf internationale Studien in seiner aktuellen Ausgabe. Bei Schmerzen, Konzentrationsschwäche, Herzproblemen, Übergewicht, Schlafstörungen oder Zahnarztphobie müsse einfach die passende CD eingelegt werden, so Men's Health.
Rhythmische Lieder und harter Rock können sogar Schmerz- und Beruhigungsmittel sowie Narkosemittel ersetzen, und das ganz ohne schädliche Nebenwirkungen, fand eine deutsche Sportklinik heraus. Bei chronischen Leiden werden komplizierte, möglichst unstrukturierte Melodien empfohlen, etwa "Parsec" von Stereolab. Wer den Zahnarztbesuch aus Furcht meidet, sollte versuchen, mit einem Dancefloor-Song, beispielsweise "Crazy In Love" von Beyonce, die hässlichen Bohrergeräusche zu übertönen. Tanzmusik beanspruche das Bewusstsein derart, "dass andere Umwelteinflüsse kaum wahrgenommen werden", erläuterte der Musikmediziner Dr. Ralph Spintge aus Lüdenscheid laut dem Magazin.
Indische Musik gegen Herzinfarkt
Die Lieder des indischen Sitar-Spielers Ravi Shankar können Herzinfarkt vorbeugen, wie eine Studie der Berliner Charite herausfand. Die klare Sopranstimme der Sängerin Heather Nova verbunden mit temporeichem Sound wirkt, laut einer Studie der australischen Universität von New South Wales, wie ein Psychopharmaka gegen Niedergeschlagenheit und Depressionen, da sie Glücksgefühle auslöse. Vor Prüfungen und bei Konzentrationsschwäche empfiehlt die TU Darmstadt beruhigende, langsame Titel.
Pink Floyd gegen Übergewicht
Wer mit Übergewicht zu kämpfen hat, könne mit der "Gänsehaut-Musik-Diät" versuchen lästige Kilos loszuwerden. Am Rezeptzettel könnte zum Beispiel "Shine On You Crazy Diamond" von Pink Floyd stehen. Wuchtige Chor-Einsätze, Harmoniewechsel oder das Anschwellen der Lautstärke aktivieren nach Erkenntnissen der Universität Montreal das körpereigene Belohnungssystem nach dem Motto "Musik statt Essen", berichtet die Männerzeitschrift. Hingegen helfen ruhige Melodien mit hohen Tönen von Geigen oder Flöten Tinnitus-Geplagten, weiß Dr. Klaus Hocker von der Brunnen-Klinik in Bad Meinberg.
Louis Armstrong für erholsamen Schlaf
Bei Anspannung sollte man sich von warmer, meditativer Musik berieseln lassen. Wer es klassisch mag, wählt ein Stück in einem Tempo wie Andante, Adagio oder Largo. Louis Armstrongs "Wonderful World" sei ein perfektes Schlaflied für Erwachsene, empfahl die psychiatrische Uni-Klinik Augsburg. Weiters fanden Wissenschafter der Uni Frankfurt heraus, dass selbst Singen vor Halsschmerzen und Erkältungen schützen kann. Wie es klingt ist dabei völlig egal, Hauptsache es macht Spaß. (APA/red)
