Freitag, 28. Juli 2006

Hitze - Wespenstiche können tödlich enden:
Asthmaanfälle und Schock bei Allergikern

  • Vorsicht deshalb bei Aktivitäten an der frischen Luft
  • PLUS: Prävention & Erste-Hilfe-Tipps für den Ernstfall

Wenn die Temperaturen die 30-Grad-Grenze übersteigen, treibt es immer mehr Menschen ins Freie. Doch zu Grillfesten und Badeausflügen gesellen sich gerne auch ungebetene Gäste: Hohe Temperaturen lassen die Wespen gedeihen, die einem Aktivitäten im Freien vermiesen können. Besonders für Allergiker ist dann höchste Vorsicht geboten.

Nach einem Stich wird im Körper Histamin freigesetzt, ein körpereigener Stoff, der Blutgefäße erweitert. So entsteht eine Schwellung. Wird man zum ersten Mal gestochen, bestehe noch keine Gefahr einer Allergie, sagte Martin Frossard, Facharzt für Innere Medizin und Oberarzt der Notfallambulanz im Wiener AKH. "Erst nach einem Stich bilden sich im Blut Stoffe, die zu Allergien führen können."

Bei einem weiteren Stich einer Biene oder einer Wespe werden diese Stoffe dann massiv ausgeschüttet, bei Allergikern kann das fatale Auswirkungen hervorrufen. "Die Symptome können unterschiedlich schwer sein. Im besten Fall entsteht nur eine lokale Schwellung, im schlimmsten Fall kann es zu Asthmaanfällen oder sogar zu einem anaphylaktischen Schock kommen, der zum Tod führen kann, wenn nicht reanimiert wird", erklärte der Notfallmediziner. (APA/red)

28.7.2006 09:41