Japan - 'Big Brother' für Handys entwickelt:
'Lifelog Pod' zeichnet User-Verhalten auf
- Server erfasst Aktionen und teilt sie "Freunden" mit
- Technologie vorerst noch nicht für Handel bestimmt

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"Big Brother" für japanische Handynutzer: Das Unternehmen KDDI hat einen Server entwickelt, der sämtliche Aktivitäten eines Menschen mit dem Mobiltelefon oder dem Computer aufzeichnet und sie für andere einsehbar macht. Der "Lifelog Pod" registriere etwa Fotografieren per Handy, das Suchen eines Restaurants, Musikhören oder das Organisieren einer Reise, teilte KDDI mit.
Ebenso können Nutzer des neuen Angebots sehen, mit wem ihre Freunde im Internet chatten. Beim Durchforsten sonstiger Informationen - abzüglich solcher, die durch Passwörter geschützt werden - über den anderen könnten gemeinsame Interessen entdeckt werden, warb KDDI für sein Angebot.
Vorerst kein Release
Bei dem Angebot handle es sich um eine "große Möglichkeit, das soziale Netzwerk zu erweitern" und neue Freunde zu finden, sagte ein Sprecher der zweitgrößten Mobiltelefonfirma des Landes. "Deine Informationen sind mit denen Deines Freundes verbunden, der wiederum mit einem Freund verbunden ist, und so weiter." Nur Menschen, die etwa durch einen gemeinsamen Freund verbunden sind, können laut KDDI gegenseitig ihre Daten einsehen. Fremde dagegen hätten keinen Zugang zu dem System, betonte das Unternehmen. In den Handel kommen soll der "Lifelog Pod" vorerst nicht: Derzeit gehe es nur darum zu zeigen, "dass wir diese Art von Technologien entwickeln können". (apa/red)
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