Frauen holen beim Internet-Shopping auf:
Orientierund steht jedoch im Vordergrund
- Emotionen & einfühlsame Beratung als Manko im Web
- Sicherheit, Usability und Vetrauen für Frauen wichtig
·Handy-Gebrauch verändert Verhalten
Frauen benutzen Telefon
als Schutz vor Anmache
·Stürmen Frauen die Welt der Videospiele?
Trend zu weiblicher Note in einstiger Männer-Welt
·Fast die Hälfte aller Web-User sind Frauen
Studie: Vor allem bei den
jungen ist der Anteil groß
·Frauen holen bei PC-Wissen deutlich auf
Weibliche User vertrauen eher auf Spezialisten
Rund 35 Prozent der Österreicher kaufen im Internet ein. Während der Anteil der Männer hierzulande bei 41 Prozent liegt, shoppen nur 29 Prozent der Frauen online. Auch beim Internet-Auktionshaus eBay beträgt das Verhältnis 60 zu 40 Prozent. "Aber der Anteil der weiblichen Einkäufer steigt kontinuierlich", erklärte Uschi Mayer, Kommunikationschefin von eBay Austria, bei einer Veranstaltung der APA-E-Business-Community in Wien.
Laut Marktforschungsergebnissen würden Frauen "mehr schmökern und stöbern", während Männer eher kaufen und mehr Geld ausgeben. "Weibliche User möchten sich orientieren, da reichen Preis- und Produktvergleiche nicht. Außerdem legen sie Wert auf Inspiration: Shoppen muss Spaß machen", so Mayer, die betont, dass bereits 1,8 Millionen unterschiedliche User pro Monat auf der heimischen eBay-Website vorbeischauen - fast genauso viele Besucher wie die Shopping City Süd verbucht.
Gleiche Interessen fordern neue Konzepte
Eine Angleichung der Unterschiede zwischen den Geschlechtern sieht unter anderen auch Ina Lichtenberger von Microsoft Österreich. "Frauen interessieren sich genauso für Musik oder Digitalkameras wie Männer für Wohnaccessoires oder Mode. Die Anbieter werden ihre Zielgruppen deshalb eher in Einkaufstypen als nach Geschlecht einteilen müssen", rät Lichtenberger. Dass die Ausrichtung auf eine weibliche oder männliche Zielgruppe nicht immer einfach sei, zeige sich bei der Xbox: Zwar werden 40 Prozent der Spielekonsolen von Frauen gekauft, aber nur 10 Prozent erwerben das Produkt für sich selbst.
Emotionen und einfühlsame Beratung fehlen
"Frauen lieben den Schaufensterbummel, Männer kaufen gezielt ein. Das gilt auch für das Internet", stellte Maria Zesch von T-Mobile Austria fest. Fast 50 Prozent der Besucher von www.t-mobile.at seien Frauen, aber nur 40 Prozent der Einkäufe gingen auf das weibliche Konto. Beim Online-Shopping würden Frauen vor allem mit rationaler Ansprache und sachlicher Information konfrontiert: "Was fehlt, sind Emotionen und einfühlsame Beratung, die das Online-Shopping zum Einkaufserlebnis machen." Als Vorreiter sieht Zesch Frauen in Kleinstädten und Gemeinden: "Die kaufen um 25 Prozent mehr ein als weibliche Großstädterinnen."
Vertrauen verpflichtet
Viel Wert legen Frauen beim Shopping im Internet neben Sicherheit und einfacher Benutzerführung auf Unternehmen, die sie durch Empfehlungen von Freunden oder aus dem Alltag kennen, sagte Michaela Vadasz von bestHeads.com. Dieser "Vertrauensvorschuss" erleichtere bekannten Shops das Geschäft. Aber auch hier gelte: "Wenn es schief geht, sind die Frauen als Kunden verloren - und zwar für immer", ist Vadasz überzeugt. Um User an das Online-Shopping heranzuführen seien Newsletter, die über aktuelle Produkte oder Aktionen informieren, besonders beliebt. "Gekauft wird dann allerdings meist nach wie vor im Geschäft", so Vadasz. (red)
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