Mittwoch, 26. Juli 2006

,Mein Freund Karl-Heinz‘

Julius Meinl V. im Interview. Der diskrete Banker spricht erstmals nach der „Yacht-Affäre“. Im NEWS-Gespräch verteidigt er seine Freunde Flöttl jr. und KHG.

Diskretion gilt als Kerntugend im Bankgeschäft, besonders wenn es sich um eine Privatbank handelt. Vielleicht ist Julius Meinl V. deshalb so erfolgreich, weil er diese Tugend zu pflegen weiß. Tatsache ist, dass er als Familienoberhaupt der fünften Generation die Unternehmerfamilie im Zeichen des Mohren zu neuer Hochblüte gebracht hat.

Unter Führung von Julius V. vollzogen die Meinls den Wandel von der Handels- zur Bankiersfamilie. Dieser richtige Schritt zur richtigen Zeit war dem heute auf knapp zwei Milliarden Euro geschätzten Familiensilber äußerst zuträglich. Im Geschäftsleben scheint der als reserviert geltende Bankier mit britischem Pass den sechsten Sinn zu haben.

Die Yacht-Affäre. Im gesellschaftlichen Umgang wird diese Fortüne seit kurzem infrage gestellt. Eine Einladung zu einem Yacht-Ausflug im vergangenen Sommer bescherte Meinl unliebsame Schlagzeilen. Denn auf der Gästeliste des Bankiers standen Finanzminister Karl-Heinz Grasser und der im Zentrum der Ermittlungen um den Bawag-Skandal stehende Wolfgang Flöttl. Im NEWS-Exklusivinterview nimmt Meinl erstmals persönlich Stellung und spricht offen über Freunde wie Grasser und Flöttl.

NEWS: Unter Ihrer Führung wurde aus der Handelsfamilie Meinl eine erfolgreiche Bankiersfamilie. Was hatte Sie zu diesem Schritt bewogen?
Meinl: Meine Ausbildung, das Studium der Bankwirtschaft in St. Gallen einerseits, die Tätigkeit bei Banken in London und New York andererseits, haben damit zu tun. Schlussendlich war es die Erkenntnis, geprägt vom angelsächsischen Einfluss, dass Unternehmenswerte im Laufe eines Lebens eine maximale Bewertung haben. Ich sehe im Wandel etwas Beständiges.

Das ganze Interview lesen Sie im neuen NEWS

26.7.2006 16:56