Hitzewelle der Rekorde: 36° Hitzealarm! Wie Österreich und Europa unter der Glut leiden
- Waldbrände, Stromausfälle, Hitzetote: Laut Meteoro- logen bleibt es auch August und September heiß

Österreich kocht. Schwitzen im Akkord, Abkühlung, wo möglich: Wie die Österreicher durch die Hitzewelle kommen.
Wir müssen uns auf einen ziemlich unbeständigen Sommer einstellen, der leider überdurchschnittlich viel Niederschlag bringen wird. Dies prognostizierte Ernest Rudel, oberster Klimatologe der Zentralanstalt für Meteorologie und Geodynamik (ZAMG) auf der Hohen Warte in Wien, noch Ende Juni. Und bestätigte damit ungewollt die gemeine Volksmeinung, dass die Zunft der Meteorologen mitunter regelrechten Meteorolügen ihrer diversen Computer- und Prognosemodelle aufsitzt. Doch, so führt Rudel rasch zu seiner Entschuldigung an, lagen sämtliche Langzeitprognosen für diesen Sommer, egal ob von den Kollegen in England oder Deutschland, total daneben sowohl bezüglich der Temperaturen als auch was die Niederschläge betrifft.
Europa im Schwitzkasten. Der Hochsommer 2006 befindet sich allen Unkenrufen der Wetterfrösche zum Trotz längst in Hochform. Nachdem er sich noch in der ersten Juni-Woche hartnäckig verweigert und Österreich noch einmal gehörig frösteln hat lassen, hält der Sommer nun schon seit Wochen ganz Europa mit Gluthitze im Schwitzkasten. Seit Mitte Juni liegen die Temperaturen dauerhaft über dem langjährigen Durchschnitt, bestätigt ZAMG-Klimastatistiker Helmut Derka. Von Spanien bis Großbritannien, von Frankreich über Deutschland bis Polen, von Italien bis auf den Balkan überall stöhnen die Hitzegeplagten unter den extremen Temperaturen zwischen tropischen 35 und 45 Grad Celsius im Schatten, wohlgemerkt. Dürren, Ernteausfälle, Waldbrände, Quallen- und Insektenplagen sowie auch bereits Dutzende Hitzetote ganz Europa leidet nur drei Jahre nach dem Rekordhitzesommer 2003 erneut unter brütendem Sahara-Wetter.
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