An Apple a Day, keeps the Doctor away: Wer Äpfel isst, senkt sein Darmkrebsrisiko!
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Der Verzehr von Äpfeln verringert das Darmkrebsrisiko. In Äpfeln und auch anderem Obst enthaltene Stoffe unterstützen die Darmzellen beim Abbau und bei der Abwehr toxischer Substanzen, wie die Ernährungstoxikologin Beatrice Pool-Zobel von der Uni Jena erklärte. Äpfel sind demnach in Westeuropa ein Hauptlieferant für Flavonoide, wie die Pflanzenstoffe auch genannt werden.
Die Jenaer Wissenschaftler untersuchen die Wirkung eines Apfelextrakts aus einer für herkömmliche Apfelsäfte üblichen Sortenmischung, um der genauen Wirkweise der Pflanzenstoffe auf die Spur zu kommen. Laut Pool-Zobel spielen bei der Schutzwirkung auch Schwebstoffe eine besondere Rolle, die zum Beispiel in trübem Apfelsaft vorkommen. Erste Versuche an Zellkulturen deuteten darauf hin, dass der Verzehr von einem Liter eines trüben Apfelsafts pro Tag ausreichen könne, beim Menschen eine solche Wirkung zu erzielen.
Bisher sind mehr als 6.000 verschiedene Flavonoide bekannt. Die Stoffe finden sich in pflanzlichen Lebensmitteln wie Obst und Gemüse bis hin zu grünem Tee und kakaohaltiger Schokolade. Sie binden im Organismus an bestimmte Eiweiße, können diese dadurch blockieren und deren Wirkung unterdrücken. Ein Team der TU Dresden untersucht derzeit die Wechselwirkung von Flavonoiden mit einigen Proteinen, die wichtige Funktionen in menschlichen Zellen haben. Die Ergebnisse könnten für die Entwicklung von Medikamenten zur Behandlung von Entzündungen, Herz- Kreislauf- oder Krebserkrankungen genutzt werden, teilte die TU mit.
(apa/red)
