Leitl lobt Gusenbauer: Würde Gusenbauer Rolle des Vizekanzlers "durchaus zutrauen"
- Für Verlängerung der Legislaturperiode auf fünf Jahre
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Christoph Leitl, der Chef des ÖVP-Wirtschaftsbunds, der allgemein als Verfechter einer schwarz-roten Zusammenarbeit gilt, gibt sich in der Koalitionsfrage bedeckt. Für ihn sei entscheidend, wer willens und im Stande ist, die Bundesstaats-, Gesundheits- und Bildungsreform weiter voranzutreiben, so Leitl. Ob das die SPÖ ist, "wird sich herausstellen". Als Bundeskanzler ist für Leitl ÖVP-Chef Wolfgang Schüssel "klare Nummer Eins". SPÖ-Chef Alfred Gusenbauer würde er die Rolle des Vizekanzlers "durchaus zutrauen".
Leitl spricht sich in in einem "Volksblatt"-Interview (Samstag-Ausgabe)auch für eine Verlängerung der Legislaturperiode auf fünf Jahre aus. Im jetzigen vierjährigen Zyklus habe jede Regierung de facto ein Jahr zur
Einarbeitung und nur zwei Jahre zum wirklichen Regieren, da dann schon wieder quasi der nächste Wahltermin ins Haus steht. Mit der Verlängerung auf fünf Jahre könnte die tatsächliche Regierungszeit auf drei Jahre ausgedehnt werden - "eine 50-prozentige Steigerung der Produktivität", so Leitl. Den jüngst von Bundespräsident Heinz Fischer geäußerten Einwand, dass damit der Wähler seltener seine Meinung äußern könnte, lässt er nicht gelten. Er fürchte nicht, "dass die Demokratie da zu kurz kommt". Schließlich hätten sich fünfjährige Funktionsperioden auf anderen Ebenen schon bewährt.
(APA/red)

