Freitag, 28. Juli 2006

VP plant Steuersenkung für Selbstständige: Ausgleich für Vorteile der Angestellten

  • Steuerprivilegien eines 13./14. Gehalts ausgleichen

Die ÖVP plant, den Spitzensteuersatz für Selbstständige zu senken. Das kündigt Wirtschaftsminister Martin Bartenstein an. Damit sollen die Vorteile, die Angestellte durch das 13. und 14. Gehalt haben, ausgeglichen werden.

Bartenstein im Interview mit der Tageszeitung "Der Standard" (Samstag-Ausgabe): "Ich bin dafür, dass man die Steuerprivilegien eines 13. und 14. Monatsgehaltes auch jenen Menschen zugute kommen lässt, die bislang nicht davon profitierten." Selbstständige zahlen laut Bartenstein ab einem Jahreseinkommen von 51.000 Euro den Spitzensteuersatz von fünfzig Prozent, "der in Europa schon ziemlich einsame Spitze ist. Die würden dann auf 42 bis 43 Prozent kommen."

Schüssel will Abgabenquote "deutlich unter 40 Prozent" senken
Bundeskanzler Wolfgang Schüssel (V) will in der kommenden Legislaturperiode die Steuer- und Abgabenquote "deutlich unter 40 Prozent" senken. Das kündigte der ÖVP-Obmann in einem Interview mit der "Wiener Zeitung" (Samstag-Ausgabe) an.

In Hinblick auf die künftige Regierungsmannschaft lobt Schüssel sein Team, betont aber: "Niemand hat ein Abonnement für die nächsten Jahre." Er will einen "positiven Wahlkampf" führen, in dem sich die ÖVP in der Mitte der Gesellschaft positioniert.

Zu den Debatten um Finanzminister Karl-Heinz Grasser meint der Bundeskanzler: "Jeder muss seinen Stil verantworten." Er sieht aber nichts, was man Grasser vorwerfen könne.
(APA/red)

28.7.2006 20:22