Magna doch in BMW-Schmiergeldskandal verwickelt: Dementi teilweise aufgehoben
- Ermittlungen gegen früheren Mitarbeiter bestätigt
- Magna will mit deutschen Behörden kooperieren
Der Autozulieferer Magna International des Austro-Kanadiers Frank Stronach war offenbar doch in den deutschen Schmiergeldskandal verwickelt. Magna-Kommunikationschef Daniel Witzani bestätigte Ermittlungen gegen einen Mitarbeiter in der Münchener Niederlassung.
Ein zuvor gegebenes Dementi von Magna habe sich nur auf die VW und Audi betreffende Schmiergeldaffäre bezogen, nicht aber auf BMW, erklärte Magna-Sprecher Witzani den "Salzburger Nachrichten".
Magna habe den Behörden in Deutschland "volle Kooperation" zu Teil werden lassen. Von besagtem Mitarbeiter hat sich Magna mittlerweile getrennt. Um welche Schmiergeldsummen es sich in diesem Fall handelt, wollte Witzani nicht sagen.
Als dann durchsickerte, auch ein österreichischer Zulieferer soll in den Schmiergeldskandal in der deutschen Autoindustrie verwickelt sein, hatte Magna eine Verwicklung dementiert. Gemeinsam mit anderen heimischen Autozulieferern wurde beklagt, dass die Affäre eine ganze Branche in Verruf bringe.
(apa/red)

