Heizen wird wieder teurer: Auch diesen Winter steigen die Brennstoffpreise!
- Nachfrage steigt, Konsumenten sorgen bereits vor.
- Hackschnitzel und Pellets als günstigste Heizvariante.
Auch diesen Winter müssen die Österreicher wieder mit steigenden Heizkosten rechnen. Egal ob Heizöl oder Hackschnitzel, alle Brennstoffe sind im Vergleich zum Vorjahr teurer geworden. Da die Nachfrage zum Herbst hin ansteigen wird, raten Experten sich bereits jetzt mit Heizmitteln einzudecken.
Im Schnitt verbrauchen die Österreicher rund 1,8 Millionen Tonnen Heizöl Extra Leicht und rund 500.000 Tonnen Heizöl pro Jahr. Obwohl sich der Preis für Heizöl im Vorjahresvergleich derzeit stabil zeigt, ist laut der Österreichischen Energieagentur zwischen Juni 2005 und Juni 2006 ein Preisanstieg von 19,3 Prozent zu verzeichnen.
Energiesparmaßnahmen und Ölheizungen auf dem neuesten Stand der Technik können laut Mathias Reichard, Geschäftsführer des iwo, den Heizölverbrauch um bis zu 40 Prozent senken.
Auch Erdgas teurer
Auch Erdgas - so die Berechnungen der Energieagentur - war im Juni 2006 um 7,2 Prozent teurer als im Vorjahresmonat. Eine Kilowattstunde kostet derzeit 5,4 Cent. Einige Bundesländer sind besonders stark von Erhöhungen betroffen. In Kärnten kostet Gas ab 1. Oktober 2006 um 8 Prozent mehr, in Oberösterreich um 7 bis 9 Prozent. In Vorarlberg steigt die Erhöhung auf beachtliche 18 Prozent an.
Bei der Ermittlung des billigsten Anbieters rät die Energieregulierungsbehörde E-Control deren Tarifkalkulator (http://www.e-control.at) zu verwenden.
Hackschnitzel noch immer beliebt
Als günstigste Heizvariante bewähren sich nach wie vor Hackschnitzel. 7 Cent pro kWh können die Konsumenten hier im Vergleich zum Heizen mit Öl sparen.
Pellets sind bei den Österreichern sehr beliebt, doch auch hier sind Preisanstiege deutlich. Eine Tonne Pellets kostet nun 228 Euro, vor ein paar Monaten reichten noch 170 Euro an Ausgaben aus.
Gründe für die steigenden Pelletspreise sind sowohl in der höheren privaten Nachfrage zu finden, aber auch aufgrund des Baus zahlreicher Kraft-Wärme-Koppelungs- und Biomasse-Feuerungsanlagen zu erklären. Gleichzeitig zahlen ausländische Abnehmer wie zum Beispiel Italien um die Hälfte mehr für den Rohstoff Holz.
Holzknappheit ist nicht zu befürchten
Obwohl die Brennholzpreise ebenfalls steigen, gehen Experten davon aus, dass die Nachfrage nach Brennholz aufgrund der steigenden Preise für fossile Energien wieder hoch sein wird.
Österreich ist mit 47 Prozent Waldanteil an seiner Fläche im Überfluss mit Holz gesegnet und nach Slowenien das am dichtesten bewaldete Land in Mitteleuropa. Ein knapp werden an neuem Holz ist also nicht zu befürchten. Kritisch könnte jedoch der getrocknete Brennholzbestand werden, da mindestens ein Jahr Trocknungszeit für die Gewährleistung guter Qualität einzuplanen ist.
(apa/red)

