Geld auf der Bank: AK fordert mehr
Klarheit bei Kosten für Girokonten
- AK testet 18 Banken und 40 Kontoprodukte
Die Arbeiterkammer (AK) fordert nach einem Test verschiedener Angebote mehr Klarheit bei den Kosten für Girokonten und Gehaltskonten. Bei Kontenmodellen mit Pauschalverrechnung bräuchten die Bankkunden mehr Informationen über zusätzliche Transaktionen, denn, so die AK, Pauschalpreisverrechnung hieße nicht "All-Inclusiv". Auch bei Konten mit Einzelpreisverrechnung müsse es mehr Preisklarheit geben.
Bei einem Test haben die AK-Konsumentenschützer 18 Banken mit 40 verschiedenen Kontoprodukten für Normalnutzer getestet. Als Normalnutzer gilt für die AK ein Konsument mit 20 Buchungen im Monat, mit Bankomatkarte, Drucker-Kontoauszügen, Dauerauftragseröffnungen, -änderungen, und -schließungen.
Das Ergebnis: Wer auf seinem Gehaltskonto spart, bekommt mickrige Guthabenzinsen von durchschnittlich 0,125 Prozent. Wer im Minus ist, zahlt saftige Überziehungszinsen von durchschnittlich 9,5 Prozent, und pauschale Kontospesen können bis zu 182 Euro im Jahr ausmachen. Dabei heißt Pauschalpreisverrechnung eben nicht "All-Inclusiv", warnt die AK. Für manche Leistungen gibt's hohe Zusatzpreise, z.B. kann die einmalige Änderung eines Abbuchers bis zu drei Euro kosten.
Generell gibt es mehr Kontomodelle mit Pauschal- als mit Einzelverrechnung. Von den 40 Kontoprodukten sind 31 mit pauschaler Kontoführungsgebühr, die im Jahr zwischen 13 Euro (Sparda Bank Gehaltskonto) und 181,96 Euro (BA-CA Club Suxess Konto inklusive zwei Kreditkarten) kostet. Die Leistungen sind allerdings höchst unterschiedlich. Generell gilt laut AK: Wer viel mit Bankomatkarte zahlt oder abhhebt, für den rechnet sich ein Pauschalpreiskonto.
(apa/red)

