Hohn und Spott für Salzburg aus der Schweiz: "FCZ-Torero führte Bullen vor"
- Schweizer Medien trauern verpassten Chancen nach
·Salzburg kommt mit dem Schrecken davon
1:2 in Zürich. Trapattoni:
'Aufstiegschance gewahrt'
·CL: Salzburgs Bullen verlieren in Zürich 1:2
Chancen auf Aufstieg in dritte Runde aber gewahrt
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Die gesamte Fußball-Schweiz zog am Mittwochabend und Donnerstag den Hut vor der Leistung von Meister FC Zürich im Zweitrunden-Hinspiel der Champions League. Für den Auftritt der Startruppe von Red Bull Salzburg, die mit dem knappen 1:2 gut bedient war, gab es von den eidgenössischen Medien teilweise Hohn und Spott.
So urteilte etwa die Boulevardzeitung "Blick", die im Sportteil mit den Worten "Einbahn-Fußball - Resultat ist ein Hohn" titelte: "Es war wie in der Stierkampfarena. Der FCZ-Torero führte den Bullen aus Salzburg vor. Doch entgegen den spanischen Gepflogenheiten vergaß der Matador, dem Stier den Todesstoß zu versetzen." Damit stimmte "Blick" in die Hohngesänge der FCZ-Fans für die "Salzburger Millionäre" ein.
Auch für Landsmann Johan Vonlanthen, der das wichtige Auswärtstor der Salzburger erzielte, gab es kritische Worte: "Vonlanthen fiel nur durch Fouls und beim Tor auf."
"Ein FCZ-Sieg mit Schattenseite", trauerte auch die "Neue Zürcher Zeitung" den zahlreichen vergebenen Chancen von Keita, Raffael und Co. nach. "Raffaels technische Einlagen hätten im Circus Knie stehende Ovationen ausgelöst, den Weg zum so wichtigen dritten Tor ebneten sie aber nicht." Das Fazit: "Zürich hat gegen das Werksteam aus dem Hause Red Bull eine große Chance auf ein viel komfortableres Resultat vergeben."
"FCZ - große Leidenschaft, kleiner Lohn", titelte der "Tages-Anzeiger", der zum Ausschluss von Rene Aufhauser kurz nach dem 1:2-Anschlusstreffer meinte: "Salzburg nahm sich den neuen Schwung mit einer Dummheit." Die Gratiszeitung "20 minuten" sprach von "einer gehässig geführten Partie" und bilanzierte: "FCZ hatte die Bullen im Griff, siegte aber zu knapp."
(apa/red)
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