Ein Jung-Bulle kämpft ums Stammleiberl: Janko nimmt Konkurrenzdruck ganz locker
- Edel-Joker: "Kann mir von Zickler viel abschauen"
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Des einen Freud, des anderen Leid. Da der deutsche Routinier Alexander Zickler derzeit für Salzburg aus allen Lagen trifft, muss Shooting-Star Marc Janko mit der Reservisten- bzw. Joker-Rolle vorlieb nehmen. Doch der 1,92-m-Riese hat den Kampf um einen Stammplatz längst aufgenommen und gewinnt dem enormen teaminternen Konkurrenzdruck Positives ab.
"Wenn du jeden Tag im Training voll gefordert wirst und an deine Grenzen gehen musst, dann ist das besser, als wenn man ohnehin ein Fixleiberl hat und sich auf den Lorbeeren ausruhen kann", so der ÖFB-Teamstürmer, der am 23. Mai 2006 beim 1:4 gegen Kroatien sein Länderspiel-Debüt gegeben hat. Damit stößt Janko ins selbe Horn wie sein Trainer Lothar Matthäus, der der Ansicht ist, dass alleine schon das Training in einer Startruppe a la Salzburg Österreichern wie Janko oder Andreas Ivanschitz bei der Weiterentwicklung hilft.
Dass Janko in den Bundesliga-Spielen gegen Ried und Altach zunächst auf der Bank Platz nehmen musste und in der 74. bzw. 72. Minute jeweils für Zickler eingewechselt wurde, nimmt der 23-Jährige locker. "Ich habe in der Vorbereitung auf Grund einer mittelschweren Muskelentzündung zweieinhalb Wochen pausieren müssen. Da ist es doch logisch, dass ich Form aufholen und mir einen Platz erkämpfen muss. Ich mache mir keine Sorgen um meine Zukunft. Ich weiß, was ich kann."
Im für ihn persönlich sensationellen Frühjahr 2006 hatte Janko mit vielen und teilweise spektakulären Treffern für Spannung im Titelkampf gesorgt, ehe sich dann doch Konkurrent Austria Wien durchsetzte. Bis dato ist aber in der neuen Saison Zickler bei den Trainern Giovanni Trapattoni und Matthäus als Stürmer gesetzt, dahinter fungiert der Schweizer Neuzugang Johan Vonlanthen als hängende Spitze.
Von Neid oder Frust ist jedoch beim Ex-Admiraner keine Spur, ganz im Gegenteil. "Von einem Spieler wie Alex Zickler kann ich auf jeden Fall einiges lernen. Er gibt mir immer wieder Tipps, die ich gerne annehme. Alex ist außerdem auch außerhalb des Feldes ein sympathischer Kerl, von dem ich mir auch in dieser Hinsicht einiges abschauen kann."
(apa/red)
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