Scharfe Bremse für Salzburg: FC Zürich holt
sich mit 2 frühen Toren den Sieg in CL-Quali
- Chancen auf Aufstieg durch Auswärtstor aber gewahrt
- Aufhauser nach Gelb-Rot in 36. Min ausgeschlossen
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Österreichs Fußball-Vizemeister und aktueller Tabellenführer Red Bull Salzburg ist am Mittwoch mit einer 1:2-Auswärtsniederlage gegen FC Zürich in die Mission Champions League gestartet. Vor 11.200 Zuschauern im Hardturm-Stadion von Zürich geriet die Mannschaft von Giovanni Trapattoni und Lothar Matthäus durch Tore von Keita (2.) und Cesar (20.) früh 0:2 in Rückstand. Vonlanthen (32.) glückte das 1:2.
Die Salzburger, die nun mit einer guten Ausgangsposition ins Rückspiel am kommenden Mittwoch im Stadion Wals-Siezenheim gehen, spielten ab der 36. Minute mit nur zehn Mann, nachdem Aufhauser Gelb-Rot gesehen hatte.
Vor den Augen von Red Bull-Boss Mateschitz, der erstmals einem Auswärtsspiel beiwohnte, erwischten die Salzburger einen katastrophalen Start. Mit dem Vorhaben nach Zürich gereist, möglichst 90 Minuten ohne Gegentor zu bleiben, war Salzburg-Goalie Timo Ochs in seinem ersten Europacup-Match bereits nach 90 Sekunden geschlagen.
Die Viererkette vor dem Deutschen, der sein erstes Pflichtspiel-Gegentor mit Salzburg kassierte, leistete sich im Strafraum ein kollektives Blackout, das FCZ-Stürmer Alhassane Keita (2.) eiskalt ausnützte. Der Torschützenkönig der vergangenen Schweizer Meisterschaft spazierte durch die Abwehr und traf aus kurzer Distanz ins kurze Eck. Für den Goalgetter war es nach vier Toren in den ersten zwei Liga-Runden schon der fünfte Treffer in der dritten Saisonpartie.
Als die Salzburger diesen frühen Schock nach einer Viertelstunde überwunden hatten, schlug Zürich ein zweites Mal zu. Der an der Strafraumgrenze von Verteidiger Dudic außer Acht gelassene Cesar (20.) zog aus halbrechter Position und rund 20 Metern Entfernung ab und bezwang Ochs mit einem nicht unhaltbaren Schuss ins lange Eck.
Nach den zwei Gast-Geschenken kämpfte sich Salzburg zurück und wurde dafür auch prompt belohnt. Nachdem Vonlanthen (21.) einen Freistoß noch knapp über das Tor gejagt hatte, glückte dem Schweizer gegen seine Landsleute das 1:2 (32.). Allerdings unter kräftiger Mithilfe von FCZ-Goalie Leoni und Verteidiger Schneider, die sich nach einer Kopfball-Verlängerung von Janko gegenseitig behinderten und Tiffert die Torvorlage ermöglichten. Vonlanthen musste den Ball nur noch ins leere Tor schieben.
Die Salzburger Drangperiode wurde in der 36. Minute jäh gestoppt, als der bereits verwarnte Aufhauser Inler in der gegnerischen Hälfte von hinten fällte und mit Gelb-Rot vom Platz flog. Trapattoni brachte den defensiven Carboni für den Torschützen Vonlanthen und setzte damit ein deutliches Zeichen. Knapp vor der Pause sorgte Keitar für einen negativen Höhepunkt, indem er Vargas in den Knöchel trat, dafür aber nur Gelb sah.
Auch nach Seitenwechsel beruhigten sich die Gemüter nicht. Erneut stand Keitar (50.) im Mittelpunkt, diesmal aber als Opfer. Der Salzburger Abwehrhaudegen Linke sprang dem nach einer Ochs-Parade heraneilenden Stürmer in Kung-Fu-Manier mit dem gestreckten Bein ins Gesicht und konnte von Glück reden, dass weder Schiedsrichter Kelly noch seine Assistenten diese Aktion gesehen hatten. Im Gegensatz zu den FCZ-Fans, die Gegenstände aufs Spielfeld warfen.
In der Folge verteidigte Salzburg mit acht Mann. Lediglich Zickler, der in der Startformation überraschend Janko Platz machen musste, aber nach der Pause für den ÖFB-Stürmer kam, lauerte in der gegnerischen Hälfte. Die Gastgeber zogen eine Art Powerplay auf, Weitschüsse von Inler (54.) und Cesar (78.) verfehlten aber ihr Ziel. Salzburg kam noch durch Zickler (76.) und Pitak (89.) zu guten Gelegenheiten. In der hektischen Nachspielzeit vergaben Stanic (92.) und Rafael (93.) Top-Chancen für die Schweizer. Ein Tor des Salzburgers Pitak (93.) wurde wegen hohen Beins nicht anerkannt.
(apa/red)
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