Mittwoch, 26. Juli 2006

Nach 0:1 gegen Wacker: Rieder bleiben nach zwei Runden weiter ohne Punkt und Tor

  • Tirol halten mit zweitem Auswärtssieg den Erfolgskurs
  • Überraschendes Tor von Kolousek in 28. Minute

Wacker Tirol ist in der österreichischen Fußball-Bundesliga weiterhin auf Erfolgskurs. Mit dem 1:0 (1:0)-Auswärtssieg bei der SV Ried feierten die Innsbrucker im Nachtragsspiel der 2. Runde am Mittwoch den zweiten Saisonsieg und liegen in der Tabelle nun mit dem Punktmaximum von sechs Zählern an vierten Stelle. Für Ried, das über den UI-Cup den Einzug in den UEFA-Cup geschafft hatte, läuft es in der Bundesliga weiterhin nicht nach Maß.

Die Innviertler, die von Pasching im April erstmals seit 27 Spielen wieder vor eigenem Publikum bezwungen worden waren, halten nach zwei Heimniederlagen weiterhin bei null Punkten und ebenso vielen Toren. In der Tabelle bedeutet dies den neunten und damit vorletzten Rang, nur das mit drei Minuspunkten gestartete Sturm Graz liegt noch hinter den Riedern.

Beide Mannschaften gingen mit einer vorsichtigen Aufstellung ins Spiel, boten mit Damjanovic (Ried) und Masek (Wacker) nur Solo-Spitzen auf. 28 Minuten lang prägte "Rasenschach" den Charakter des Spieles, ehe der Tiroler Mittelfeld-Regisseur Kolousek nach Pass von Windisch überraschend auf 1:0 für die Innsbrucker stellte. Aus wenigen Metern bezwang er Ried-Tormann Berger zum 1:0 (28.). Ried wirkte nach dem UI-Cup-Ausflug nach Moldawien müde und ideenlos.

Vier Minuten nach der Führung hatte Masek die mögliche Vorentscheidung auf dem Fuß, Torhüter Berger war jedoch auf dem Posten (32.). Doch auch Ried zeigte sich bemühter, Seo vergab im Gegenzug die Chance auf den Ausgleich: Sein Ball wurde von Tirol-Schlussmann Pavlovic noch zur Ecke abgewehrt (33.). Die Oberösterreicher erarbeiteten sich nun mehr Spielanteile, auch wenn sie vor dem Tor der Tiroler wenig Gefahr erzeugten. Die 6.200 Zuschauern waren nach den ersten 45 Minuten wenig begeistert, ein Pfeifkonzert begleitete die Teams in die Kabine.

Nach Wiederanpfiff bot sich den Zuschauern ein ähnliches Bild wie in der ersten Spielhälfte. Ried wirkte nun aber engagierter, mit Drechsel forcierte Trainer Kraft auch erfolgreich die spielerische Linie. Bei einem Martinez-Kopfball rettete Tirol-Verteidiger Hannes Eder für den schon geschlagenen Pavlovic (52.), der jedoch in den Schlussminuten zum Match-Winner für Wacker avancierte. Zuerst verkürzte er geschickt den Winkel für Kastner, der über das Tor schoss (81.), dann wehrte er einen platzierten Jank-Volley mit einem Super-Reflex ab (84.). Auch turbulente fünf Minuten Nachspielzeit mit stürmischen Angriffen der Rieder brachten keinen Ausgleich.
(apa/red)

26.7.2006 21:43