Weil Red Bull Motoren an Toro Rosso weiter geben will: Zoff zwischen Bullen und Ferrari
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Zwischen Red Bull Racing und Motoren-Partner Ferrari gibt es offensichtlich "Zoff". Red Bull will die italienischen Motoren an das Schwesternteam Toro Rosso weitergeben und selbst künftig mit Renault-Motoren fahren. Das passt aber Ferrari-Teamchef Jean Todt nicht. Der fürchtet, damit keine Chancen mehr auf ein Engagement des derzeit bei McLaren fahrenden Vizeweltmeisters Kimi Räikkönen zu haben.
Der Hintergrund ist nicht unkompliziert und typisch Formel 1. Es geht darum, dass sich nicht nur Ferrari (trotz angeblichem Vorvertrag), sondern auch Renault-Teamchef Flavio Briatore um Räikkönen bemüht, schrieb etwa die Münchner "tz" am Freitag.
Bei Renault geht zwar Weltmeister Fernando Alonso per Saisonende zu McLaren, Giancarlo Fisichella bleibt aber 2007 im Team, damit müsste bei einem Engagement von Räikkönen ein Renncockpit für den längst rennreifen Renault-Testfahrer Heikki Kovalainen gesucht werden. Kovalainen soll deshalb für zwei Jahre bei Red Bull Racing "geparkt" werden, Renault würde dafür "Gratismotoren" an das austro-englische Team liefern.
Das ist einer der Gründe, warum RBR die Ferrari-Motoren "teamintern" an Toro Rosso weitergeben will. Ferrari pocht aber auf eine Vereinbarung, wonach die Weitergabe der Motoren verboten sei. Todt will Red Bull deshalb verbieten, die Motoren weiterzugeben. Dem Franzosen ist klar, dass ihm bei diesem Deal Räikkönen ziemlich sicher durch die Lappen geht. Bei Red Bull ist man freilich der Meinung, dass man bei einer Motorengage von 20 Mio. Euro pro Jahr mit den Ferrari-Triebwerken machen könne, was man wolle.
Das ganze Ringelspiel ist auch höchst relevant für Christian Klien. Wenn Red Bull Racing ab 2007 tatsächlich Kovalainen fahren lässt, sind die Karten des Vorarlbergers auf einen Cockpitplatz wohl plötzlich ganz schlecht. Dass Klien zusammen mit den Ferrari-Motoren zu Toro Rosso wechseln könnte, war schon vor Monaten andiskutiert worden. Toro-Rosso-Hälfteeigentümer Gerhard Berger hatte damals aber kein gesteigertes Interesse gezeigt. Sein Team fährt derzeit mit Vitantonio Liuzzi (ITA) und dem US-Amerikaner Scott Speed.
(apa/red)
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