Quo vadis Kimi? Räikkönen umworbenster
F1-Fahrer - "Gibt viele Gründe zu wechseln"
- Ferrari, Renault, McLaren: Top-Teams locken Finnen
- Iceman ehrgeizig: "Ich will ein siegfähiges Auto"
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McLaren-Mercedes möchte ihn mit allen Mitteln halten, Ferrari und Renault wollen ihn unter allen Umständen zu sich locken: Kimi Räikkönen ist der momentan am meisten umworbene Formel-1-Fahrer. Aber der Finne lässt sich mit seiner Cockpit-Wahl für 2007 Zeit. "Ich habe keine Deadline. Ich kann entscheiden, wann ich will." Die Hauptrolle spiele für ihn nicht das Geld. "Ich will ein siegfähiges Auto", nannte er als entscheidendes Kriterium. "Es gibt viele Gründe zu wechseln, aber auch viele zu bleiben."
Angeblich soll Räikkönen längst einen Vorvertrag bei Ferrari unterschrieben haben. Bei diesem heiklen Thema weicht der 26-Jährige einer klaren Antwort aus, dementiert aber auch nicht: "Das berichten die Medien." Die Option soll nach dem Großen Preis von Ungarn (6. August) auslaufen. Ob die Scuderia Räikkönen als künftigen Teamkollegen oder Nachfolger von Michael Schumacher vorstellen wird, zeigt sich im September beim Heimrennen in Monza, bei dem die Italiener ihre Mannschaft präsentieren wollen.
Aber auch Renault-Teamchef Flavio Briatore buhlt um den schnellen Finnen. Dieser soll Weltmeister Fernando Alonso ersetzen, der von der kommenden Saison an einen Silberpfeil steuert. "Mein Manager hat mit Renault gesprochen", bestätigte Raikkönen.
"Wenn er klug ist, bleibt er"
Allerdings gibt McLaren-Mercedes das Millionen teure Rennen um Räikkönen nicht kampflos auf. "Wenn er klug ist, bleibt er, wo er ist", riet Mercedes-Motorsportchef Norbert Haug dem umworbenen Star. "Er kann dann zeigen wer besser ist: Er oder Alonso." Sein Fahrer habe ihm versichert, bei keinem Team eine Verpflichtung eingegangen zu sein. "Ich gehe nicht davon aus, dass Kimi mich anlügt", glaubt Haug an eine reelle Chance, Räikkönen halten zu können.
Wenn überhaupt, dann müsste das britisch-schwäbische Team seinem Top-Mann ein siegfähiges Gefährt hinstellen. Räikkönen macht aus seiner Unzufriedenheit mit dem MP 4-21 kein Hehl: "Unser Auto ist nicht so schnell, wie es sein sollte. Der Motor müsste mehr Power haben, aber auch aerodynamisch besteht Verbesserungsbedarf." Dies hört sich nicht so an, als ob der zweifache Vize-Weltmeister (2003 und 2005) den Silbernen noch eine lange Schonfrist einräumen würde.
(apa/red)
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