22 Badehauben für ein Hallelujah: OSV mit Rekordteam zu Schwimm-EM nach Budapest
- Nie zuvor waren so viele OSV-Athleten am Start!
- Heißeste Medaillentipps: Rogan, Nadarajah, Richter
·"Stundenplan" der OSV-Schwimmstars
Wann Rogan, Nadarajah & Co ins Wasser springen
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22 Athleten schwimmen in Budapest für den OSV
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Schwimmer im Detail
Rogan, Nadarajah & Co: Ihre größten Erfolge!
·Rogan fühlt sich als Sportler-Sprachrohr
Schwimm-Ass hat viele prominente Fürsprecher
·Rogan: 'Europarekord breche ich sicher!'
Österreichs Medaillen- Hoffnung Nr.1 im Wortlaut
·BILDER: Fabienne Nadarajah im Porträt
Wienerin gilt als weibliche
Top-Medaillenhoffnung
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Unser Paradeschwimmer im Wasser und an Land!
Der zahlenmäßig stärkste Auftritt in der österreichischen Schwimm-Geschichte beginnt am Mittwoch in Budapest. 22 Athleten bedeuten das größte OSV-Aufgebot an Einzel-Sportlern, das jemals bei einem Großereignis der allgemeinen Klasse am Start war. Die neuen Anlagen auf der Margareten-Insel in der ungarischen Hauptstadt werden zunächst von den Synchron-Schwimmerinnen getestet, zuvor starten die Schwimmer.
Während das Synchron-Duo Lisbeth Mahn und Nadine Brandl schon den dritten Tag vor Ort für ihre Vorkampf-Auftritte trainiert haben, versammelten sich die restlichen 20 Aktiven zur Pressekonferenz auf dem neuen "Badeschiff Wien" am Wiener Donaukanal. In einer Mischung aus Routiniers, Young-Stars und Neulingen stach einmal mehr Markus Rogan heraus. Er ist wieder Österreichs große Medaillenhoffnung.
Rogan will an Peirsol heranrücken
Die 200 m Rücken sind das klare Ziel des 24-Jährigen: "Eine gute Zeit über die 200 m ist mir am wichtigsten. Ich möchte so nahe wie möglich an Peirsol (Anm.: Weltrekordhalter Aaron Peirsol/USA) heran kommen. Da habe ich lieber Bronze bei einer Sekunde Rückstand auf den Weltrekord als Gold mit drei Sekunden." Die Zielrichtung dieser Prioritätenliste ist klar, bis zu den Olympischen Spielen 2008 in Peking soll Peirsol geschnappt sein.
Rogan hat auf alle Fälle auch über 100 m Rücken und - so er sich für ein Antreten am Schlusstag (6. August) entscheidet - über 400 m Lagen Medaillen-Chancen. Ansonsten beschränken sich die konkreten Medaillen-Hoffnungen auf Fabienne Nadarajah im Delfin-Sprint und Wasserspringerin Anja Richter im Turm-Bewerb. Maxim Podoprigora ist zwar wieder im Kommen, doch ein Sprung auf das Podest käme auch für ihn eher unerwartet.
In diese Auflistung müsste natürlich auch Mirna Jukic gehören, doch die 20-Jährige wird nach der Erkrankung am Pfeiffer'schen Drüsenfieber ihren Titel über 200 m Brust nicht verteidigen. Während der EM wird die Wienerin in Kroatien urlauben. Vater und Trainer Zeljko Jukic: "Ihr Immunsystem ist derzeit noch das Problem. Und Mirna soll nicht über 140 Puls haben, da kann man natürlich nicht ordentlich trainieren." Im September soll es ihr besser gehen.
Bruder Dinko Jukic ist einer von sechs Neulingen im OSV-Aufgebot, im Rahmen einer Langbahn-EM sind zwölf Athleten erstmals dabei. Davon dürfen sich etliche auch Final-Hoffnungen machen, darunter die kompletten Teams im Synchron-Schwimmen und Wasserspringen mit Richter, Marion Reiff, Veronika Kratochwil und Constantin Blaha. Allerdings werden die Titelkämpfe sehr stark besetzt sein, für das Gros der Sportler sind sie der Saison-Höhepunkt.
Für Youngsters ist EM "nur" Training
Nicht so für Jukic und Marilies Demal. Die Beiden trainieren in erster Linie auf die erste Junioren-WM Ende August in Rio de Janeiro hin. Jukic: "So ein Probe-Wettkampf wie die EM bringt mehr als Training." Mit Nennungen für fünf Strecken haben Jukic und Birgit Koschischek das dichteste Programm, die Wienerin ist bei den Schwimmern neben Rogan, Nadarajah und Podoprigora wie Demal, Nina Dittrich und Dominik Koll Final-Kandidat.
Koll führt die zweitgrößte Gruppe im Team an, jenes in Linz unter Helge Gödecke trainierende und von Koll, Dominik Dür, Stefan Wipplinger, David Brandl und Jördis Steinegger gebildete Quintett. Sechs Athleten kommen aus der Südstadt, dort trainieren unter Robert Michlmayr und Walter Bär Rogan, Nadarajah, Demal, Koschischek, Sebastian Stoss und Martin Cernansky. Die Steirer Martin Spitzer und Thomas Narnhofer komplettieren das Aufgebot. (APA/red)
