Hat Landis bei Doping-Dementi gelogen? Testosteron-Wert weit über erlaubtem Maß
- Widersprüche: Zufuhr soll von außen erfolgt sein
- Positiv getesteter Tour-Sieger sieht sich unschuldig
·Landis weist erneut alle Vorwürfe zurück
Festgestellte Testosteron- werte seien natürlich
·Landis versetzt Rad- Sport Stich ins Herz
Beeindruckende Karriere findet wohl trauriges Ende
·Doping von Beginn an ständiger Begleiter
1886 erstes Doping- Todesopfer im Radsport
·Bisherige Doping- fälle im Phonak-Team
Österreicher Matthias Buxhofer war beteiligt
·Phonak-Manager will B-Probe abwarten
Rauswurf für Landis, falls Doping-Vorwurf stimmt
Der Testosteron-Wert des unter Dopingverdacht stehenden Tour-de-France-Siegers Floyd Landis soll nach Informationen der ARD weit über dem zulässigen Grenzwert liegen. Wie der Fernsehsender aus dem Umfeld des US-Amerikaners erfuhr, liege der bei dem 30-jährigen Kapitän des Phonak-Teams in der A-Probe ermittelte Testosteron/
Epitestosteron-Quotient bei 11:1. Der zulässige Grenzwert betrage 4:1. Nach ARD-Informationen wurde gemäß der aktuellen Standards der Dopinganalytik auch festgestellt, dass die Testosteron-Zufuhr von außen erfolgt sei.
Dies würde den Darstellungen des Tour-Siegers widersprechen. Der nach der 17. Etappe der Tour de France positiv auf Testosteron/Epitestosteron getestete US-Amerikaner hatte bei einer eigens anberaumten Pressekonferenz alle gegen ihn erhobenen Doping-Vorwürfe zurückgewiesen. Der festgestellte erhöhte Testosteron-Wert habe "eine natürliche Ursache", sagte Landis. "Mein Sieg ist einzig auf mein hartes Training zurückzuführen."
Landis betonte, dass er als Radprofi immer schon hohe Testosteronwerte aufgewiesen habe. Die Werte während der Tour wie auch während seiner gesamten Karriere seien "absolut natürlich" gewesen. Er erklärte sich zu einer genauen Überprüfung bereit, die seine Unschuld beweisen werde. "Ich möchte absolut klarstellen, dass ich meinen Fall nicht für einen Doping-Fall halte", sagte Landis.
(apa/red)
