"Kriegserklärung" von Milan an Real Madrid:
Poker um Kaka lässt den Konflikt eskalieren
- Galliani: "Werden Real das Leben unmöglich machen"
- Neues Angebot der Madrilenen für Van Nistelrooy
AC-Milan-Vizepräsident Adriano Galliani hat Real Madrid wegen dessen Werben um den Brasilianer Kaka ungewöhnlich heftig kritisiert. "Milan erklärt Real den Krieg - das können sie so schreiben. Wir werden alles tun, um Real das Leben unmöglich zu machen", diktierte Galliani der spanischen Zeitung "Marca".
Den italienischen Klub-Funktionär treiben die Versuche der Madrilenen, den Mittelfeldspieler in die spanische Metropole zu lotsen, offenbar zur Weißglut. "50 Jahre lang war Real der größte Verein der Welt, aber dieses Real tut nichts mehr, was seiner Geschichte oder seinem Namen zur Ehre gereicht."
Der Streit zwischen den beiden Groß-Klubs begann, als Ramon Calderon Anfang Juli mit dem Versprechen in die Real-Präsidentenwahl ging, im Falle seines Sieges Kaka zu verpflichten - und prompt gewählt wurde. Allerdings hatte der brasilianische Star-Kicker seinen Vertrag mit Milan erst im Juni bis 2011 verlängert.
"Kaka wird uns nicht verlassen, und wenn doch, dann sicher nicht in Richtung Madrid. Niemand von Milan wird mit Real-Funktionären verhandeln, denn so wie sie sich die Spanier verhalten, geht man unter großen Klubs nicht miteinander um", schimpfte Galliani, dessen Fußball-Berufsverbot im Rahmen des Korruptionsskandals in Italien am Dienstag in zweiter Instanz von zwölf auf neun Monate reduziert worden ist.
Neues Real-Angebot für Van Nistelrooy an ManU
Real Madrid hat unterdessen seine Bemühungen um eine Verpflichtung von Ruud van Nistelrooy wieder verstärkt. "Wir haben ein neues Angebot gemacht und warten nun auf eine Antwort von Manchester United", erklärte ein Sprecher der Madrilenen am Mittwoch. Laut spanischen Medienberichten bieten die "Königlichen" 15 Millionen Euro für den niederländischischen Team-Stürmer, an dem auch Bayern München interessiert ist.
Derzeit trainiert Van Nistelrooy aber noch mit ManU. "Er ist nach wie vor ein Spieler von Manchester United", betonte Coach Alex Ferguson, bei dem der 30-jährige Goalgetter gegen Ende der vergangenen Saison in Ungnade gefallen war.
(apa/red)
