Sonntag, 30. Juli 2006

ORF-Untersuchung: Chefredakteur Mück
für Missstände persönlich verantwortlich

  • "profil": "Andere überfahren und eingeschüchtert"
    Fiedler wehrt sich gegen "erfundene Behauptung"
  • PLUS: Der ganze Kommissionsbericht zum Nachlesen

Wie das Nachrichtenmagazin "profil" in seiner aktuellen Ausgabe berichtet, ist die sogenannte Mück-Kommission unter dem Vorsitz von Otto Oberhammer zu einem negativen Befund gekommen. Demnach machten die Vorgänge im ORF "nicht nur einen üblen Eindruck, sondern behinderten auch seinen Programmauftrag".
Die Kommission kam einstimmig zum Urteil, dass im Bereich der Fernsehinformation "herabwürdigende und beleidigende Äußerungen auch frauenfeindlicher Art im Umlauf sind".

Weiters würden "unsachliche Äußerungen über die politische Zuordnung" von ORF-Redakteuren, "unsensibel formulierte Qualifizierungen von Arbeitsergebnissen in der Weitergabe an Betroffene, nicht selten über den Haustratsch, zu beleidigenden, kränkenden und herabwürdigenden Botschaften" führen. Diese Belastung des Arbeitsklimas sei "den Vorgesetzten berechtigt zum Vorwurf zu machen".

Speziell komme Äußerungen von Chefredakteur Werner Mück "eine Frauen abwertende Bedeutung zu". Er habe mit seinem "strikten Führungsstil" überdies "andere überfahren, ... eingeschränkt, ... und eingeschüchtert". Fazit: "Der ... festgestellte Missstand ist damit wesentlich von Chefredakteur Mück zu verantworten."

Im Fall des Auslandskorrespondeten Michael Opletal, dessen Berufung auf einen Posten in Peking nicht zustande kam, spricht die Kommission von einer "sachlich nicht begründeten Intervention durch den Zentralbetriebsrat, ... womit ein beträchtlicher Imageschaden für den ORF" entstanden sei.

Noch mehr Infos finden Sie in der aktuellen Ausgabe von "profil"!

30.7.2006 17:55