Yacht-Ausflug mit Flöttl und Meinl: Erwin
Pröll kritisiert offen Verhalten von Grasser
- LH: "Bringt keine schöne Farbe in die Szenerie"
- Einladungs-Zusage "Frage des persönlichen Stils"
·KHG: Für Österreicher
Yachturlaub vertretbar
'profil'-Umfrage: Mehrheit
akzeptiert sein Verhalten
·BAWAG: Bundesrat zitiert Grasser herbei
Für Fragestunde zu Bank-Affäre und Yacht-Ausflug
·Grüne intensivieren Angriffe auf Grasser
"Minister ist blind auf dem
Unvereinbarkeitsauge"
·STIMMEN SIE AB: Soll Grasser zurücktreten?
Finanzminister wegen Yacht-Trip unter Druck
·NEWS exklusiv: Fiona über den Yachturlaub
"Haben fast nichts mit Wolfgang Flöttl geredet"
·"Kurzbesuch war völlig unbedenklich"
Grasser kontert im NEWS Yachtbesuch-Vorwürfen
·GRAFIK: Grassers Umfragewerte seit '03
Seit Hochzeit mit Fiona Swarovski im Aufwind
Niederösterreichs Landeshauptmann Erwin Pröll (V) übt Kritik am Yachtausflug von Finanzminister Karl-Heinz Grasser (V) mit dem Bankier Julius Meinl und dem in die BAWAG-Affäre verstrickten Investmentbanker Wolfgang Flöttl. Einer österreichischen Tageszeitung sagt Pröll: "Durch so etwas kommt nicht unbedingt eine schöne Farbe in die Szenerie. Aber es lohnt gar nicht, sich damit näher auseinanderzusetzen".
Auf die Frage, ob der Ausflug auf Kosten eines Bankers nicht unvereinbar mit Grassers Funktion als Finanzminister sei, sagte Pröll in den "Salzburger Nachrichten": "Das ist eine Frage des persönlichen Stils und der Maßstäbe, die man an sich selbst anlegt, wenn man in der Öffentlichkeit steht und Kontrollfunktionen wahrzunehmen hat." Ihn, Pröll, habe jedenfalls noch niemand auf eine Yacht eingeladen.
Wenig Sympathie zeigte der Landeschef für die Forderung BZÖ-Chef Peter Westenthalers, nach der Wahl das von Prölls Vertrauter Liese Prokop (V) geführte Innenministerium dem BZÖ zuzuschlagen: "Er sollte das Fell des Bären erst verteilen, wenn der Bär erlegt ist. In einer Zeit, in der man nicht einmal weiß, ob das BZÖ überhaupt ins Parlament kommt, eine Anwartschaft auf ein Ministerium zu erheben, scheint mir gewagt zu sein", sagte Pröll, der von sich betont, "nicht prinzipiell ein Gegner der Großen Koalition" zu sein. (apa/red)
