UNTSO-Stützpunkt angegriffen: 3 Soldaten
aus Österreich im Südlibanon stationiert
- Aufgabe: UNTSO überwacht Waffenstillstand
·Tragisch: UNO-Posten
sollte geräumt werden
Vor Bombardement blieb allerdings zu wenig Zeit
Im Südlibanon sind nach Angaben des Bundesheeres insgesamt drei Österreicher stationiert. Sie gehören nicht der UNO-Interimsmission im Libanon (UNIFIL) an, sondern einer UNO-Mission zur Überwachung des Waffenstillstands zwischen Israel und den arabischen Nachbarstaaten (UNTSO), wie der Bundesheer-Sprecher Michael Bauer der APA am Mittwoch mitteilte. Über das Schicksal des möglicherweise bei einem israelischen Luftangriff getöteten Bundesheer-Soldaten herrsche weiter Unklarheit, sagte Bauer.
Der Luftangriff habe sich gegen einen UNTSO-Stützpunkt im Südlibanon gerichtet, der mit vier Soldaten besetzt war, einem Chinesen, einem Finnen, einem Österreicher und einem Kanadier.
Bauer sagte, dass insgesamt sieben Österreicher als Militärbeobachter in der UNTSO tätig sind. Insgesamt besteht sie aus 154 Militärbeobachtern aus 23 Staaten, wobei Frankreich mit 14 Soldaten das größte Kontingent stellt. Es handelt sich um die älteste UNO-Friedensmission überhaupt. Sie war schon im Mai 1948 nach dem ersten israelisch-arabischen Krieg gegründet worden und sollte die Konfliktparteien auseinander halten. Bisher sind nach UNO-Angaben 44 UNTSO-Soldaten im Einsatz ums Leben gekommen.
Ihr Hauptquartier hat die Mission in Jerusalem, die Militärbeobachter sind in Ägypten, Israel, Jordanien, Libanon und Syrien tätig. Die Militärbeobachter sind im Rahmen der zwei großen UNO-Missionen im Nahen Osten, der UNIFIL und der UNO-Mission auf den Golan-Höhen (UNDOF) tätig, wo weitere 372 österreichische UNO-Soldaten stationiert sind. UNTSO hat auch Büros in Beirut und Damaskus, sowie einen Stützpunkt auf der ägyptischen Sinai-Halbinsel, die nach dem Sechs-Tage-Krieg 1967 von Israel besetzt worden war. Nach dem Separatfrieden von Camp David von 1979 wurde sie 1982 an Ägypten zurückgegeben.
(apa)
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